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Transplantierten Treffen in Hochegg
Großes Interesse am 5. TX-Treffen im Rehabilitationszentrum Hochegg
Geschenktes Leben – Gemeinsam stark
Am 12. Juni 2026 fand im Rehabilitationszentrum Hochegg bereits zum fünften Mal das Transplantierten-Treffen wieder statt. Die Veranstaltung, die vom RZ Hochegg, der PVA in Kooperation mit dem AKH Wien, der MedUni Wien und dem Ö. Verband der Herz- und Lungentransplantierten organisiert wurde, stand unter dem Motto „Geschenktes Leben - gemeinsam stark“.
Nach Begrüßung durch den ärztlichen Leiter des RZ Hochegg, Prim. Dr. Roland Winkler, richtete Chefärztin Dr.in Monika Mustak-Blagusz Begrüßungsworte an die anwesenden Gäste. In ihrer Ansprache betonte sie die große Bedeutung von Verantwortung und gegenseitigem Vertrauen in der Rehabilitation. Dabei hob sie die Zusammenarbeit zwischen der Pensionsversicherung und dem Rehabilitationszentrum Hochegg hervor. Anschließend hieß uns auch der Obmann-Stv. des Ö. Verbands der Herz- und Lungentransplantierten, Prof. Wolfgang Mathera willkommen und gab persönliche Einblicke in seine eigene Transplantationsgeschichte.
Den Auftakt der Vortragsreihe machte Priv.-Doz. Dr. Peter Jaksch mit dem Vortrag „Expedition zum Aconcagua – mit Spenderlunge am höchsten Berg der Anden“.
Das Ziel war auch diesmal zu zeigen, dass es nach einer Lungentransplantation medizinisch möglich ist.
Im Jänner 2026 bestiegen acht Lungentransplantierte und ihre Begleitpersonen aus fünf Nationen gemeinsam mit einem Ärzteteam der MedUni Wien den Aconcagua.
Als einziger ohne zusätzlichen Sauerstoff den 6.961 Meter hohen Gipfel hat er es geschafft: Helmut Steigersdorfer. Er berichtete uns von diesem außergewöhnlichen Abenteuer und reflektierte mit großer Offenheit und Emotionalität über seinen Gipfel-Erfolg und sorgte zeitgleich für Gänsehaut-Momente und auch Schmunzeln mit seiner Erzählung. Auch betonte er die Unterstützung des gesamten Teams. Gemeinsam mit seinen lungentransplantierten Mitstreiter*innen Stefanie Eigner und Stefanie Krenmayer präsentierten sie mit Stolz und Dankbarkeit ihr beindruckendes und atemberaubendes Video ihres Aufstiegs.
Das Thema des Vortrages von OÄ Dr. Keziban Uyanik-Ünal war Aspekte der Langzeitnachsorge nach Herztransplantation. Sie führte uns mit großer Expertise durch Bereiche der Arten der Immunsuppression, Nachsorge im Detail und beantwortete anschließend auch zahlreiche Fragen des Publikums.
Prim. Dr. Roland Winkler kündete eine vorgezogene Pause an, da der Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Alberto Benazzo leider ausfiel.
Die kühlen Erfrischungen (aus dem Hause RZ Hochegg) waren eine Wohltat, für diese perfekte Pause.
Nächstes Thema, nächster Vortrag: „Sicher genießen – Ernährung nach der Transplantation“ von Peter Hillebrand, Diätologe am Uni-Klinikum AKH Wien. Es gab einen Überblick mit allgemein uns (hoffentlich) schon bekannten Hygiene-Richtlinien bei der Zubereitung und beim Verzehr von Lebensmittel, vermittelte praxisnahe Tipps für den Alltag und zeigte auf, worauf Transplantierte bei der Auswahl, Zubereitung und dem Genuss von Lebensmitteln besonders achten sollten. Die zahlreichen Beispiele und hilfreichen Empfehlungen stießen bei den Teilnehmer*innen auf reges Interesse.
Prim. Dr. Winkler erinnerte uns zum Abschluss an regelmäßige angepasste körperliche Aktivität. Dabei machte er deutlich, welch zentrale Rolle Bewegung für die körperliche und mentale Gesundheit spielt. Regelmäßige Aktivität stärkt nicht nur Muskeln und Kreislauf, sondern unterstützt den gesamten Organismus und trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei. Besonders für Transplantationspatient*innen gilt: So viel Bewegung wie möglich, auch vor der Transplantation und vor allem beim Wiederaufbau, Kraft und Ausdauer fördern die Lebensqualität danach. Er unterstrich, dass Bewegung ein unverzichtbarer Baustein auf dem Weg zu einem aktiven und selbstbestimmten Leben ist.
Empfehlung lautet daher: Der transplantierte Patient und die transplantierte Patientin sollte mindestens zwei bis drei Stunden pro Woche an einem Ausdauertraining teilnehmen.
Jeder einzelne Vortrag bot wertvolle Informationen rund um das Leben nach einer Herz- oder Lungentransplantation und wurde von den Teilnehmer*innen aufmerksam und interessiert verfolgt.
Die anschließende Bewirtung beim reich gedeckten Buffet hat keinen Wunsch offen gelassen. Ein großes Dankeschön gilt der Küche und dem Service-Team des RZ Hochegg, die mit viel Engagement für das leibliche Wohl sorgten. Ebenso möchten wir allen Helfer*innen danken, die beim Transportieren, Aufstellen, Eindecken und Dekorieren von Tischen und Bereitstellen von Sesseln, Wegweisern etc. mitgeholfen haben. Durch ihren Einsatz erhielt der Freizeittrakt eine besonders gemütliche und einladende Atmosphäre.
Wir bedanken uns herzlichst bei Prim. Dr. Roland Winkler, AKHM DGKP Monika Peinsipp, Ing. Martin Grill MSc., der PVA, sowie bei allen Mitarbeiter*innen des RZ Hochegg, die diese Veranstaltung unterstützt und begleitet haben.
Ein großer Dank auch Christina Fröhlich, die alle Gäste begrüßte und bereits seit den frühen Morgenstunden mit großem Einsatz mit ihrem Team dafür sorgte, dass alles bestens vorbereitet war. Ohne die vielen helfenden Hände wäre dieses Treffen nicht möglich gewesen.
An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön allen, die - ab der ersten Idee diese Veranstaltung ins Leben zu rufen, über die Planung bis hin zur Umsetzung zum Erfolg dieses Treffens - dazu beigetragen haben.
Danke vor allem aber auch allen Teilnehmer*innen für ihr zahlreiches Kommen, für die offenen Gespräche und für das wertvolle Miteinander.
Termine
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Stammtisch NÖ
Do, 3. Sep. 2026, 17:00St. Georgen am SteinfeldeNiederösterreich
Gefördert aus den Mitteln der Sozialversicherung







