Der Organspendeskandal im AKH den es nicht gab

Am 18.9.2019 schrieb die Süddeutsche Zeitung über einen "Skandal" im Wiener Akh, da dort eine griechische Patientin innerhalb von 4 Std., ganz ohne Wartezeit, eine Lunge erhalten habe und sich Ärzte dadurch bereichert haben sollen. Auch große österreichische Zeitungen übernahmen diesen Bericht.

Der damalige Obmann, Thomas Tost des Österr. Verbandes der Herz-und Lungentransplantierten nahm am 19.10.2019 in einer Pressemeldung ausführlich dazu Stellung. Er betonte besonders, dass die Mitglieder des Verbandes über den Artikel entsetzt sind und vollstes Vertrauen in Univ.Prof. Klepetko und seinem Transplantationsteam haben.

Unsere Patienten haben großes Vertrauen in den korrekten Umgang mit den Spenderorganen und der Vergabepraxis durch Eurotransplant. Durch Kooperationen mit osteuropäischen Ländern konnte die Versorgungssicherheit mit Organen gewährleistet werden. Im Gegenzug erhielten Patienten dieser Länder die Chance, im AKH eine Organtransplantation zu bekommen. Keines der uns bekannten Mitglieder hat jemals diese Vorgehensweise in Frage gestellt. Auch in unseren Reihen gibt es Personen, die innerhalb weniger Stunden ein lebensrettendes Organ erhalten haben. Es kann sich keiner von uns vorstellen, dass unsere betreuenden Mediziner, die mit großem persönlichen Einsatz immer für uns da sind, sich in irgendeiner Weise finanziell bereichern möchten.
Der Österr.Verband der Herz-und Lungentransplantierten hat am 19.10.2019 in seiner Presseaussendung den handelnden Personen in der Organentnahme, der Organverteilung und der Aufsicht darüber im Namen seiner Mitglieder das Vertrauen ausgesprochen. Auf Grund der negativen Berichterstattung Anfang Oktober in den Medien, sah sich unser Verband gemeinsam mit dem Bundesverband Selbsthilfe veranlasst, zu einer Pressekonferenz einzuladen. Diese fand am 24.10. in Michl's Restaurant nahe des Wiener Rathauses statt.

Die Grundaussagen von Thomas Tost waren wie bereits in der Presseaussendung, die Wichtigkeit der Kooperationen mit anderen Ländern, die undifferenzierte Übernahme des Artikels der Süddeutschen Zeitung durch einige österr.Medien, hervorzuheben. Gerade durch diese Form der Berrichterstattung wurde der gute Ruf eines hervorragenden Zentrums und Desjenigen, nähmlich Prof.Klepetko, der es aufgebaut hat, schwer geschädigt. Ernst Leitgeb und Angelika Widhalm (BVSHOE) betonten vor allem, dass dem ganzen Transplant-Wesen in Österreich großer Schaden zugefügt wurde. Vor allem unter Patienten auf der Warteliste herrsche große Verunsicherung, ob die weitere Verfügbarkeit von Organen gesichert ist.

Als Abschluß der Aktivitäten des Verbandes wurde am 30.10. Stephansplatz eine Vertrauenskundgebung für die Leistungen von Prof.Klepetko und seinem Team abgehalten.Trotz Kälte hatten sich transplantierte Patienten, die Schilder mit der Anzahl der geschenkten Jahre hielten, deren Angehörige und Freunde eingefunden. Michaela Sommerauer, eine der drei Organisatorinnen gab dem TV-Team von OE24 ein Interview. Andere informierten Passanten über den Grund unserer Kundgebung.

Es war schön zu sehen, welchen Zusammenhalt und Unterstützung es in unserer, doch kleinen Gruppe von Organtransplantien Personen, gibt.

Am 23.3.2020 veröffentlichte die Med.Uni.Wien das Ergebniss eines Audit unter Einbeziehung internationaler Experten.
Es gibt keine Manipulationen oder Benachteiligungen österr. Patientinnen. Zur Frage der Vergütung der Leistungen über die Sonderklasse an die behandelnten ÄrztInnen und an den Träger der Krankenanstalt AKH-Wien liegt mittlerweile eine Stellungnahme der Österr. Ärztekammer vor, welche die Angemessenheit der Abrechnungen bestätigt.

Im Mai 2020 schrieb eine große österr. Zeitung: "Den Organspendenskandal gab es nicht, dafür Intrigen und Machtkämpfe". In keinem geprüften Fall wurde eine Benachteiligung eines Österr. Patienten im Lungentransplant- Geschehen des AKH nachgewiesen, insbesondere nicht durch die Transplantation von Patienten aus Eurotransplant- Ländern oder einem Nicht-Eurotransplant- Land. Die Prüfung der Leistungsabrechnungen der durchgeführten Lungentransplantationen im Zeitraum 2016 bis Oktober 2019, in Bezug auf die Ordnungsmäßigkeit, wurde bestätigt.

Wir Lungentransplanierten Patienten sind stolz, immer unser Vertrauen in Prof. Klepetko und seinem Team ausgedrückt zu haben und freuen uns für die Menschen, denen bald auch ein neues Leben geschenkt werden wird.

Zu diesem Anlass lud der Bundesverband Selbsthilfe Österreich und der Österreichische Verband der Herz- und Lungentransplantierten zu einer Pressekonferenz zur Darstellung der Patientensicht auf die Transplant-Situation in Österreich sowie auf die Vorwürfe:

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