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Die Lebenden raparierenFilmabend mit Podiumsdiskussion

Zum dritten Kinoabend zu Organspende begrüßte der Obmann der Selbsthilfegruppe Selbsthilfe Niere, Claus Pohnitzer am 8. Februar im Stadtkino Bruck/Mur.

Bei einem schweren Autounfall wird bei dem 17jährigen Simon der Hirntod festgestellt. Vielleicht war der einzige wirkliche Fehler, den er in seinem Leben beging, der dass er an diesem Morgen im Auto keinen Sicherheitsgurt trug. Die Filmemacher lassen es dabei bewenden, die Blicke und Gesten der Eltern, die nun mit der Frage Organspende konfroniert sind, einzufangen.

 

In dieser Zeit begleiten die ZuseherInnen im Film Clair, die auf ein Spenderherz wartet.

Claus Pohnitzer hat nach dem Film zum Podiumsgespräch anmoderiert und erzählt von seiner eigenen Nierentransplantation (NTX) und seiner Überzeugung, dass er gewusst hatte, sich sicher war, dass die NTX positiv und gut ausgehen wird.

Christa, als selbst Herz- und Lungentransplantierte, erzählte, dass der Film vieles in ihr wieder wachgerüttelt hat, aber auch die Unwirklichkeit der Situation, dass sie ja auch selbst transplantiert ist. Nach fast 15 Jahren ist viel Freude da zu leben. „Es ist MEINS geworden“, sagt sie und man spürt in ihren Worten die Verbundenheit mit ihrer Spenderin.

Rolf Klinger erzählt von einer Tagung von Eurotransplant und einer Frau die die Organe ihres Sohnes für die Organspende frei gegeben hat.
Frau Ao Univ. Prof. Dr. Sabine Zitta erklärt, dass in Österreich die Widerspruchsregel gilt, aber in der Praxis das Gespräch mit den Angehörigen sehr wichtig genommen wird. Das Abschied nehmen von einem Hirntoten ist schwierig, da durch die Geräte die Haut sich warm anfühlt, das Herz schlägt, der Brustkorb sich hebt und senkt. Da braucht es viel Einfühlungsvermögen.

Die Niere ist das einzige Organ das lang und gut mit einer Nierenersatztherapie, die Dialyse, behandelt werden kann. Nur 25 % der DialysepatientInnen sind für eine NTX geeignet., sagt Frau Dr. Zitar.

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Ao Univ. Prof. Dr. Sabine Zitta, Dr. Petra Lechner, Dr. Angela Halb, Claus Pohnitzer

Für das neue Leben dankbar sein und aktiv gestalten.
Christa Bachkönig hat ihre Herz- und Lungentransplantation durch das Schreiben verarbeitet. Ihren schwierigen Start in das neue Leben hat sie 2008 dann mit einem lustigen Theaterstück verarbeitet. Sie schreibt regelmäßig Theaterstücke, führt Regie und steht auch selbst auf der Bühne. Zum 10. Jubiläum der „Krottendorfer Speckdackeln“ steht die Komödie „Des Wahnsinns fette Beute“ auf dem Programm, das erste Stück, das Christa geschrieben hat, zur Wiederaufführung , auf dem Programm.

Claus Pohnitzer dankt allen auf dem Podium, bedankt sich nochmals bei den Mitveranstalterinnen IG Niere Steiermark und dem ÖsterreichischenVerband der Herz- Lungentransplantierten.
Die nächsten Filmabende sind in Planung und wir freuen uns als Veranstalterinnen jetzt schon auf euer Kommen.

Silvia Scholz