Suchen

Der Schöpfung und unseren Lebensrettern danken

Wanderung in der Wachau im Gedenken an Elisabeth Netter

 
Einige von den Leserinnen und Lesern kennen sie noch, die langjährige Vorsitzende des Verbandes der Herz- und Lungentransplantierten, Elisabeth Netter. Kurz vor ihrem Tod im Vorjahr gab Irene Turin ihr das Versprechen, mit dem Verband eine Wanderung in der Wachau zu machen. Die Wachau war Elisabeths Heimat für Herz und Seele. Ihre Kraftquelle sollte für einen Tag auch unsere werden.
 
Am Samstag, den 4. Juli war es so weit, dass zur Wanderung von Weißenkirchen nach St. Michael eingeladen wurde. Die Gruppe NÖ empfing die Teilnehmenden in Weißenkirchen und verteilte einen Button „Organspende rettet Leben“, Äpfel, Wachauerschnitten der Firma Manner, kühle Getränke und Sonnenschutz Actinica von Galderma.
 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wanderten in kleinen und größeren Gruppen entlang des Treppelweges bzw. über die Weinberge nach St. Michael. Nach dem sehr sonnigen, heißen Weg labten wir uns bei kühlen Getränken und einer kleinen Jause in der Weinschenke Gafko.
 
Prälat Schrittwieser, der seine zweite Heimat ebenfalls hier in Weißenkirchen und Umgebung gefunden hat, feierte mit uns in der Urpfarre – der ersten Kirche in der Wachau – in St. Michael eine Andacht. Das Thema hier war der Dank an die Schöpfung, an die Natur, an die Menschen, die uns begleiten und nicht zuletzt an die Spenderinnen und Spender, die uns ein Leben in dieser Qualität ermöglichen.
Einer der Texte der Andacht war von Sören Kahl und erzählte die Geschichte einer Perle: Die Entstehung einer Perle ist für eine Muschel sehr schmerzhaft und zehrt an den Kräften. Die Muschel lernt,  damit zu leben und fühlt sich gut. Nach vielen Jahren wird die Perle geboren und durch ihr Glitzern bringt sie Glaube, Hoffnung, Liebe und Freude in unser Leben. Auch wir haben „unsere Perle“ erhalten!
Für mich ist es wunderschön, dieses Geschenk jeden Tag, bei jedem Atemzug zu spüren und Lebensfreude, Lebendigkeit in meine Welt zu tragen.

 
Zum Abschluss fanden sich einige nochmal in der Weinschenke ein, um den Nachmittag mit Marillenknödel und Eis ausklingen zu lassen.
 
Danke dir, liebe Liesl, für die tolle Idee einer Wanderung und dass du uns dadurch ein Stück deiner Heimat näher gebracht hast.
 
Silvia Scholz