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Der Radwandertag 2015

kann im Fernsehen nachgeschaut werden:
Samstag, 27. Juni 2015 auf ORF 2 in der Sendung „Bewusst gesund“.

Doch der Radwandertag 2015


begann am Freitag, 12. Juni mit einem Symposium zum Thema „Organspende und Transplantation“.Martin Krimbacher, Obmann der ATSF, konnte zahlreiche Interessierte im großen Hörsaal der Privaten Medizin Universität Salzburg begrüßen.

Doz. Dr. Stephan Eschertzhuber, der Transplantreferent für Österreich West, der die Veranstaltung moderierte, wartete mit „guten Nachrichten“ auf: Die Spenderrate ist gestiegen; die Mortalitätsrate auf der Warteliste auf 8% gesunken (2-16% - je nach Organ). Von den Vortragenden - Univ. Prof. Dr. Herwig Antretter (Innsbruck) über HTX, OA Dr. Hermann Salmhofer (Salzburg) über Dialyse und Nierentransplantation und Doz. Dr. Manuel Maglione (Innsbruck) über Lebertransplantation – gab es zumindest für mich einige völlig neue Informationen: So können z.B. Diabetes, Bluthochdruck und Alter Niereninsuffizienz beschleunigen; für Leber-Spender gibt es keine Altersgrenze; bei terminaler Herzinsuffizienz kann ein VAD, das sogenannte „Kunstherz“, einer Transplantation vorgezogen werden.

Am anschließenden Buffet gab es keine Schlacht; im Gegenteil: Alle nutzen die Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen und die „Docs“ hautnah zum Gespräch zu haben.

Der sportliche Teil, der Radwandertag, war am Samstag (13. 6.). Vom Hotel beim Designer-Outlet in der Nähe des Flughafens ging’s los, unter der Rollbahn durch, in die Stadt und über den Müllner Steg auf den Mirabellplatz.

Nach der offiziellen Begrüßung durch den Salzburger Vizebürgermeister, DI Harald Preuner, und einem Fototermin im Schlosspark schwangen sich alle auf ihre Drahtesel. Mit von der Partie war auch Olympiasieger Thomas Stangassinger, der durch seine Teilnahme die Botschaft verbreitet, dass Bewegung und Sport vor allem bei gesundheitlichen Problemen enorm wichtig sind.

Geschickt und umsichtig lenkte uns Wolfgang Stelzhammer, der neue Obmann des Dachverbands, mit seinem Team durch den „Dschungel der Stadt“. Über 50 Teilnehmer, alle im gleichen „Radler-Oberteil“, waren nicht zu übersehen. Manch ein Passant schaute neugierig, einige wenige fragten, viele reagierten grantig, weil wir ihnen als Kolonne auf „ihrem“ Radweg entgegenkamen.


In Hellbrunn gab’s Stärkung, Führung, Wasserspiele und die Gelegenheit, unsere Fußgänger (sie hatten  den Bus dem Fahrrad vorzogen) zu treffen, Mittagessen auf der Parkbank, Picknick in der Wiese oder stehend. Die ersten Reaktionen auf das Essen aus dem LKW fielen recht skeptisch aus, doch rasch verbreitete sich ein „Mhm, das schmeckt aber gut!“ Pausen sind, wie jeder aus seiner Schulzeit weiß, immer zu kurz. Wir strampelten weiter nach Schloss Leoplodskron und dann zum Hangar 7. Der Weg führte den Almkanal entlang, der einst Mühlen trieb, Brunnen speiste und den Dreck aus der Stadt schwemmte. Heute ist er ein Wassersport-Paradies, in dessen schnelle Strömung vielleicht der eine oder andere auch gehüpft wäre, hätten da nicht die Wolken so drohend dunkel über uns gehangen. Wir traten kräftiger in die Pedale, aber es nutzte nicht viel, der Regen war schneller. Aber nicht stark und nur von kurzer Dauer.


Rennautos (die der Bullen) und Flugzeuge begeisterten vor allem die Männer, die gigantischen Blumensträuße in den Toiletten die Frauen, doch dann trafen sich doch alle an den Kaffeetischen des Hangar 7, bevor es wieder zurück zum Ausgangspunkt ging.


Das Abendessen musste erst durch einen Spaziergang über den Mönchsberg hart verdient werden. Und damit bleibt nur noch, dem Organisationsteam zu sagen: Ihr habt das großartig gemacht! Danke!

Irene Turin

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