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Das Symposium zum 25-Jahr-Jubiläum Lungentransplantation am AKH Wien findet großes Echo in den Medien. An das Ereignis sollen zwei Fotos erinnern: eines vom Patienten, das andere vom Transplanteur Doz. Klepetko und seinem damaligen Chef Prof. Wolner.



Links zum ORF-Beitrag in der ZIB2 und zum Artikel im Standard. Danach der Artikel in den Salzburger Nachrichten


ORF ZiB2 am 2.3.: Lungentransplantationen am Wiener AKH.

Der Standard: Den Atem des Lebens verlängern


Artikel aus den Salzburger Nachrichten:

Der zweite Atem kommt aus Wien


Lungentransplantationen werden weltweit immer häufiger. Ein Grund dafür ist, dass Krankheiten der Lunge weltweit zunehmen, häufig durch Rauchen, aber auch durch Luftverschmutzung wie etwa Feinstaub. Seit 1993 wurden 18.000 Lungen eingesetzt. Die Überlebensrate beträgt zwischen 50 und 80 Prozent.

Lange Zeit war das Transplantieren einer Spenderlunge nicht vorstellbar. Das aus relativ zartem Gewebe bestehende Organ kollabiert leicht und wird unbrauchbar. In der Transplantationsgeschichte relativ spät, nämlich erst 1993, wurde die erste Lunge erfolgreich in den USA eingesetzt.

Nur zwei Jahre später gelang das auch Wiener Medizinern. Vor 25 Jahren erhielt im AKH der erste Patient seinen „zweiten Atem“, wie Transplanteur Walter Keleptko am Montag erklärte. Das AKH Wien ist mittlerweile eines der vier weltweit führenden Zentren für Lungentransplantation neben Hannover, Toronto und Cleveland. Jährlich bekommen hier 120 Patienten ein neues Organ. „Eine Lungentransplantation wird bei Lungenhochdruck oder einer Fibrose, also einer krankhaften Vermehrung von Lungengewebe durchgeführt“, sagt Klepetko.

Eine weitere Indikation ist die zystische Fibrose, auch Mukoviszidose genannt, eine vererbbare Stoffwechselstörung, bei der die Körpersekrete so zähflüssig sind, dass sie in den Lungen die Luftwege verstopfen. Auch ein sogenanntes Lungenemphysem kann eine Transplantation nötig machen. Zu den Emphysemen zählt die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD), eine Erkrankung, die immer häufiger wird. „Wir erwarten einen Anstieg bei Transplantationen“, sagt Klepetko.

Was das Wiener Programm so einzigartig macht: An der Universitätsklinik für Chirurgie der MedUni Wien/AKH Wien werden auch alle Spenderlungen aus der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Slowenien, Griechenland, Zypern, Rumänien und Estland transplantiert, da diese Länder selbst über kein Transplantationszentrum verfügen. „Da wir mehr Lungen bekommen, als wir benötigen, ist das eine Win-win-Situation für alle. Für Patienten/-innen in Österreich, für die Betroffenen in den Ländern und für den Eurotransplant-Raum.“

Quelle: SN-bm