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11. Radwandertag der Transplantierten und Dialysepatienten: 13.und 14. Juni 2014



Seit dem 7. Radwandertag in Innsbruck 2010 ist dieser in ein veranstaltungsreiches Wochenende eingebettet. Diesmal fand er in Wien statt und wurde mit der 30-Jahrfeier der ATSF eingeleitet.

Schauplatz der Festveranstaltung „30 Jahre ATFS“ war das Haus des Sports, wo das Sportministerium und bedeutende Einrichtungen des Sports zu Hause sind. Hubert Kehrer führte wortreich durch den Abend. Launig, abwechslungsreich und für jeden verständlich informierte Univ.Prof. Dr Ferdinand Mühlbacher, der an diesem Abend Ehrenmitglied der ATSF wurde, über das Aktuellste aus der Transplantmedizin, und von Prof. Pokan lernten wir, dass ein transplantiertes Herz trainierbar ist, wie am Beispiel Martin Krimbachers und Jutta Ludwigs gezeigt wurde. Für die musikalische Umrahmung sorge die Gruppe Fan Linn; das Buffet kam vom Grünen Kreis, einer Organisation, die jungen Menschen die Chance bietet, gastronomie-relevante Berufe zu erlernen.

Höhepunkt war natürlich das Radfahren am Samstag. Der Startschuss erfolgte durch Stadträtin Sonja Wehsely. Zu den Radlern gehörten nicht nur Transplantierte und deren „Anhang“, sondern auch Radsportgrößen wie Roland Garber, der zweimal an Olympischen Spielen teilgenommen hatte, Marathon-Experte Usama Maher und das neue Ehrenmitglied der ATSF, Prof. Mühlbacher, der das „Rennen“ auf seinem Dienstrad bestritt. Jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit – das verdient Respekt!


Die Route war sorgfältig ausgewählt worden und führte vom Prater auf die Donauinsel, wo die Sportler in der Fischerhütte auf einen Durstlöscher eingeladen waren. Von dort war es nicht mehr weit zur Rollfähre über die Donau und nach Klosterneuburg. Wer das Etappenziel schwitzend, tretend oder schiebend erkämpft hatte, wurde reichlich belohnt: Mittagessen im Stiftsrestaurant. Kämmerer Dr. Simek und Sportstadtrat Czerny hatten es sich nicht nehmen lassen, den einzelnen Teilnehmern, die den Berg erklommen, zu applaudieren und zeigten sich wahrlich beeindruckt von dem, was Transplantierte vermögen.


Das Mittagessen war auch die Gelegenheit, die Freunde und Bekannten zu treffen, die nicht mit dem Rad nach Klosterneuburg gekommen waren, sondern Kultur dem Sport vorgezogen hatten. Mit dem Startschuss zur zweiten Etappe trennten sich die Wege wieder – Rückenwind für die Radfahrer! Dass eine Handvoll Radler auf der Suche nach dem besten Eis in Wien in die Love Parade gerieten, soll nicht unerwähnt bleiben.

40 km Radeln, das geht in die Wadeln und an die Kalorien. Da mussten im Schweizerhaus die Energiedepots wieder aufgefüllt werden. Und zu erzählen gab es sowieso genug ….

Ein Dank an diese Stelle an Christine Sepperer, Martin Krimbacher, Hubert Kehrer (ATSF), Alois Rossmann (der die Strecke austestete); an Hertha und Robert Rosenberger (Dachverband Organtransplantierte) und Andrea Pammer (Green Ribbon) für die Organisation des „Drumherum“ (= alles, was nicht Radfahren war) sowie an die Sponsoren, ohne deren Unterstützung eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre.

Irene Turin