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Austrotransplant 2013 in Mayrhofen/Tirol: 23. – 25. Oktober


Die Austrotransplant ist eine jährliche Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Transplantation, Transfusion und Genetik und findet seit 27 Jahren statt. Da trifft sich alles, was in der österreichischen Transplant-Szene einen Namen hat, zum Erfahrungsaustausch.

Bilder wie aus der Tirol Werbung: leuchtende Gletscher, knallbunte Herbstwälder, Kühe auf der Weide im Tal. – Die TeilnehmerInnen an der Austrotransplant lassen sich von den landschaftlichen Schönheiten nicht ablenken, denn das „Leben“ spielt sich drinnen ab, im Europahaus in Mayrhofen. Für gut zwei Tage steht dort die Transplant-Medizin mit ihren zahlreichen Facetten im Mittelpunkt, werden neue Forschungsergebnisse präsentiert und kommentiert. Vieles ist für uns Laien nicht verständlich, aber eine Information muss jeder Nicht-Mediziner und jede Nicht-Pflegeperson mitnehmen: Es wird enorm viel getan, geforscht, gearbeitet, damit es PatientInnen vor und nach der Transplantation gut geht.

Hauptthemen aus unserer Sicht waren heuer die „Adhärenz“ und die mechanische Herz-Unterstützung.

Der Begriff Adhärenz ersetzt die bekannte „Compliance“ und stellt gemeinsames Bemühen von Arzt und Patient in den Vordergrund statt der „gehorsamen Befolgung der Anweisungen“. Mangelnde Adhärenz fördert Therapie-Versagen, ein Drittel der Komplikationen nach TX ist darauf zurück zu führen. Mit Ihrer Adhärenz fördern Sie Ihren Therapie-Erfolg. Es ist für Außenstehende kaum vorstellbar, was da an Mühe, Zeit und Geld aufgewandt wird, Patienten vor ihrer eigenen Schlamperei zu bewahren.

Die mechanische Herz- Unterstützung wird in Zukunft immer größeren Raum einnehmen und die HTX teilweise ersetzen.

Junge Mediziner, die herausragende wissenschaftliche Arbeit geleistet haben, wurden im Rahmen dieser Tagung mit einem Award ausgezeichnet.

Trotz dieses reichhaltigen Programms blieb noch genügend Zeit für den persönlichen Erfahrungsaustausch. Bei jedem Kongress ist das Rahmenprogramm ein wesentlicher Bestandteil – da kann man zwanglos mit den Ärzten reden, Anliegen unterbringen und Hintergrundinformationen erfahren.

Zusammenfassungen der medizinischen Vorträge sind ab November in der Verbandszeitschrift alive! und auf der Homepage nachzulesen.

Irene Turin