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 OA Dr. Christian Geltner, Leiter der Transplant-Station im LKH NattersUniv.Prof. Ludwig Müller, Leiter der Lungentransplantation Abt. f. TX-Chirurgie Innsbruck

 

 

 

 

 

 


Grundsätzlich ist der Ablauf einer LuTX, die Vorbereitung, die Operation und die Nachsorge in Tirol und Wien gleich, d.h. alles was allgemein in dieser Schwerpunkt-Ausgabe im Zusammenhang mit dem AKH Wien gesagt wird, gilt auch für Innsbruck.
Natürlich ergeben sich aus den unterschiedlichen Randbedingungen, Erfahrungen und Möglichkeiten auch leicht unterschiedliche Konsequenzen. Man trifft sich bei Kongressen und anderen Veranstaltungen, tauscht Informationen aus und arbeitet auch bei Studien zusammen. Durch die personelle Verschränkung und die geographische Nähe der beiden beteiligten Krankenhäuser ist die Zusammenarbeit besonders einfach. Im westösterreichischen Lungen-Transplantationszentrum teilt sich die Verantwortung auf zwischen der Uni-Klinik Innsbruck und dem Sonderkrankenhaus Natters. Christine Thaler, die eine SHG für COPD in Innsbruck führt und dort 2005 ihre LuTX hatte, sprach mit den verantwortlichen Ärzten über die Situation in Tirol.
Das erste Gespräch fand mit Univ. Prof. Dr. Ludwig Müller, Leiter der Lungentransplantation an der Uni-Klinik Innsbruck, Abt. für Transplantationschirurgie, und OA Dr. Christian Geltner, Leiter der Transplant-Station im Landeskrankenhaus Natters statt.

Herr Professor, wie werden Patienten, für die eine LuTX ins Auge gefasst wird, betreut?
Prof. Müller: Zunächst wird eine Reihe von Untersuchungen vorgenommen, die klären sollen, ob eine TX notwendig und auch sinnvoll ist. Es gibt durchaus Gründe, eine TX nicht vorzunehmen, etwa bei schweren Erkrankungen anderer Organe, z.B. eine Herzkranzgefäß-Erkrankung, die bereits mit einem Stent behandelt wurde. Wenn alle erforderlichen Untersuchungen „Grünes Licht“ für die Operation geben, wird mit dem Patienten nochmals der Verlauf abgeklärt. Der Patient wird in die Warteliste von Eurotransplant aufgenommen. Er weiß jetzt, dass er von einem hirntoten Spender eine Lunge bekommen wird. Sobald er auf der Liste ist, sollte er auch ständig erreichbar sein. Die Wartzeit ist individuell, im Schnitt derzeit ca. 6 Monate, kann aber bis zu zwei Jahren betragen.

Innsbrucker LTX-Programm, Organisation und Aufgabenteilung