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Mit dem Bummelzug durch Linz


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Linz City Express
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Alle freuten sich auf die Fahrt
Die SHG OÖ hat ihre heurige Sommerpause mit einem Besuch in der Landeshauptstadt eingeläutet. Die Teilnehmer trafen sich pünktlich um 9 Uhr vor dem alten Rathaus am Hauptplatz, von dort ging es gemeinsam zur Abfahrtsstelle des Bummelzugs.
Nach einigen Fotos stiegen alle ein. Die Fahrt führt uns vom Hauptplatz zuerst an die Untere Donaulände zum Lentos-Museum und dem Brucknerhaus über die Nibelungenbrücke nach Urfahr, vorbei am AEC zum neuen Rathaus. Weiter zur Weberschule und zum Steinmetzplatz, dieser war nicht nur der Hauptanlegeplatz, sondern auch der Lagerplatz für Schotter und den Mühlviertler Granit, der dort für den Weitertransport auf der Donau gelagert wurde.

Steinmetzplatzl Alt-UrfahrDer Name Urfahr kommt von Überfuhr, hinüber nach Linz am Fuße des Schlossberges. Um 1360 wird Urfahr erstmals urkundlich erwähnt.
Wo heute das neue Rathaus steht, war 1505 das geistliche Zentrum von Urfahr, die Nikolauskirche. Durch die wirtschaftliche Entwicklung wurde 1808 das Marktrecht verliehen und 1882 wurde Urfahr zur Stadt erhoben. Weitere Impulse brachten die Pferdeisenbahn mit dem Bahnhof am Hinsenkampplatz und die Mühlkreisbahn sowie ab 1848 die Branntwein-Erzeugung. 1919 wurde Urfahr nach langen Verhandlungen ein Stadtteil von Linz.

Dann ging es zurück über die Donau auf den Römerberg, vorbei an der Martinskirche. Diese wird erstmals 799 urkundlich erwähnt und hat eine verworrene Baugeschichte.
Hinunter in die Stadt, vorbei am Landetheater, auf die Promenade zum Landhaus und dem alten Standort der OÖ-Nachrichten, weiter in die Herrenstraße. Vorbei an der Konditorei Leo Jindrak, (von dort kommt die bekannte Linzer Torte, das Original-Rezept gibt es nur hier) weiter zum Marien–Dom.

Linzer Mairen-DomDer 5. Bischof von Linz, der Vorarlberger Franz Josef Rudigier, fasste den Entschluss, zu ehren der unbefleckten Empfängnis Mariä einen neuen Dom zu bauen.
Am 1.Mai 1862 wurde der Grundstein gelegt. Es war damals das größte Dombauprojekt Europas und ist die größte Kirche in Österreich.
Das Raumvolumen beträgt 20000 Personen, das war damals die Einwohnerzahl von Linz.
Die Bauzeit betrug 62 Jahre, am 29.April 1924 fand die Einweihung statt. Bereits 1909 wurde die Funktion einer Kathedrale übernommen.
Die Gemäldefenster, wie Grundsteinlegung, Kaiserfenster, Linzer Fenster, jedes erzählt eine eigene Geschichte.

Es gäbe noch viel Interessantes über den Dom und über Linz, doch die Zeit drängte, wir fuhren mit dem Bummelzug zu unserem Ausgangspunkt zurück.


Zu Fuß ging es zum Mittagessen in das Stieglbräu im Klosterhof, einen der schönsten Gastgärten mit altem Kastanienbaumbestand, den Linz zu bitten hat.
Während wir uns labten, zog ein Platzregen durch, den wir sorgenvoll von unserer Überdachung aus beobachteten.
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ein Wolkenbruch, wir sitzen im Trockenen 20 Min. später Sonnenschein
Bei Sonnenschein schlenderten wir über die Landstraße stadteinwärts, überquerten den Hauptplatz und die Nibelungenbrücke nach Urfahr zum Ars Electronica Center und besuchten um 14:00 die 3D Vorführung im Deep Space. „Best of Deep Space 8K“ eine Reise ins Weltall.

Da werden hochauflösende Bilder „8K“ in einer Größe von 2 mal 16x9 Meter projiziert. Hier wird einem erst bewusst, wie groß das Universum ist und wie klein wir sind. Wer weiß, vielleicht sind wir nicht die einzigen Lebewesen in diesem Universum, oder in einer anderen Galaxie. Jeder bewegte sich unabhängig durch das Haus, um die verschiedenen Stationen anzusehen.

Um 17 Uhr trennten sich dann unsere Wege. Es war ein schöner und erlebnisreicher Tag.

Wir wünschen allen einen schönen erholsamen Urlaub, und dass wir uns im Herbst wieder gesund am Stammtisch treffen.

Karl Münzner
Bilder und Bericht