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facc werk4
Zweiundzwanzig von sechsundzwanzig angemeldeten Mitgliedern der HLuTX OÖ mit Angehörigen trafen sich am Donnerstag den 15.Oktober um 12 Uhr 45 vor dem Werk 4 von FACC.

Nach der Registrierung, Begrüßung und kurzer Instruktion wurden wir durch zwei kompetente Techniker durch die einzelnen Stationen der Fertigung für Triebwerksverkleidungen des Werkes 4 geführt.
In den großen Hallen, konnte man schon sehen, dass es sich nicht um Kleinteile handelt, die hier produziert werden.

Bei unserem Rundgang sahen wir verschiedene Treibwerksverkleidungen für den Airbus A320 und A350 sowie für Boeing 787. Wir erfuhren, wie hochgenau die Fertigung sein muss und was für strengen Prüfungen die einzelnen gefertigten Teile, unabhängig von der Größe, unterzogen werden. Die meisten Produktionsschritte geschehen im Clean-Raum, wo alle Mitarbeiter Mäntel - und einige von ihnen auch Mundschutz - tragen. Es kommen natürlich moderne Verbundstoffe zum Einsatz die schichtweise verklebt werden.
Die Verkleidungen für die Triebwerke und Tragflächen werden schichtweise verklebt, es darf keine Unreinheit oder Blasenbildung zwischen den Lagen geben.
Anschließend wandern diese großen Teile in sogenannte Autoklaven. Unter hohem Druck und Hitze werden die Lagen gehärtet.

Besonders interessant für uns war, dass man der Natur etwas abgeschaut hat. Dabei handelt es sich um die Form der Bienenwabe. Hergestellt aus speziellem Kunststoff in Wabenform. Auf den ersten Blick könnte man meinen es ist aus braunem Papier, diese Form wird mit einem Spezial-Harz getränkt. Nach der Aushärtung ist es ein fester Körper der Leichtmetall ersetzt. Das Ziel ist weniger Gewicht um Treibstoff zu sparen.

Im Werk 2 u. 3 werden Komponenten für die Kabinen-Innenausstattung und für Tragflächen für Privatjets gefertigt. Wer hätte das gedacht: Um eine Gepäcksablage mit den dazugehörigen Anbauteilen über den Sitzen in einem A320 oder A350 zu befestigen müssen ca. 120 Schraubnieten eingeklebt werden und das händisch. Es ist schon überwältigend wie viele Arbeitsschritte notwendig sind und wieviele Techniken hinter "Selbstverständlichem" stecken.

Nach fast drei Stunden Information drückten die einen die Schuhe, den anderen schwirrte der Kopf und so ließen wir den interessanten Nachmittag beim Mostbauern in Weilbach bei Speis und Trank ausklingen.

Beim nächsten Flug in den Urlaub  werden wir uns an diese informative Besichtigung wieder erinnern.

Karl Münzner