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Wenn Sie schon immer wissen wollten woher die Redewendungen „in die Mangel nehmen“ - „etwas auf die hohe Kante legen“ - „auf den Hund kommen“ oder was ein „Suppenbrunzer“ ist, dann sollten Sie sich das Webereimuseum in Haslach an der Mühl ansehen.
Am 15. Mai 2010 unternahmen 32 Personen vom HLuTX-Stammtisch Oberösterreich einen Kulturausflug nach Haslach an der Mühl.

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Die erste Führung begann um 10:00 Uhr im WEBEREIMUSEUM.

"Vom Flachs zur Leinwand" heißt das Motto dieses Museums, das damit einen einst wichtigen Erwerbszweig des Mühlviertels dem Besucher nahe bringt. Der Werdegang vom Handwebstuhl bis zur Jacquard-Maschine darf bei so einer Präsentation natürlich nicht fehlen. Einen Beitrag zur Volksmedizin lieferte das aus Flachs gepresste Leinöl.
Beim Rundgang durch dieses Museum erlebten wir die Entwicklung der jahrhundertealten Tradition der Flachsaufbereitung, die Hand-, und mechanische Weberei, eine Blaudruckabteilung und die Kastenmangel von 1823, sowie weitere textilspezifische Exponate.
Ein besonderer Dank gilt der Familie Agnes und Josef Eckerstorfer und Herrn Hans Hofer für die sehr informative und auch sehr lustige Führung.

EINE SPEZIALITÄT IM MÜHLVIERTEL IST DAS LEINÖL:
Nach der Besichtigung des Webereimuseums spazierten wir weiter zur Mühlviertler Ölmühle, die schon seit mehr als 600 Jahren Saaten mahlt und Leinöl erzeugt.
Bereits im „Haslacher Urbar von 1379“ ist diese Mühle als eine von drei Mühlen verzeichnet. Seit über 200 Jahren ist sie im Besitz der Familie Koblmiller. Hier konnten wir die Verarbeitung der Leinsamen (Samen der Flachspflanze) zu Leinöl besichtigen. Allein schon der Geruch in der Mühle regte den Appetit an.
Somit war es an der Zeit für’s Mittagessen – und zwar im Gasthaus Vonwiller.

Nach dem Mittagessen stand noch ein Besuch im Museum „MECHANISCHE KLANGFABRIK“ auf dem Programm.
"Das klinget so herrlich, das klinget so schön"
- diese Verse aus Mozarts Zauberflöte bezeichnen auch die überraschende Vielfalt an Musikautomaten der Mechanischen Klangfabrik. In stimmungsvollen Erlebnisräumen erfuhren wir musikhistorische und technische Details dieser klingenden Wunderwerke.
Die unterschiedlichsten Musikautomaten hatten ja sowohl in den Salons, Tanzsälen, Kaffee- und Wirtshäusern als auch auf Volksfesten und Kirtagen rasch den Ton angegeben.
Der Rundgang durch diese nostalgische Welt von gestern, in der aufwändige Orchestrien , Glockenuhren, schnarrende Drehleiern, liebevoll gestaltete Drehorgeln und elegante Grammophone die jeweilige Musik für fast alle Lebenslagen lieferten, ist nicht nur ein Fest fürs Ohr sondern auch fürs Auge.
Fast alle Exponate der mechanischen Klangfabrik haben Herr Erwin Rechberger und sein Sohn in jahrelanger, mühevoller Arbeit gesammelt und auch selber restauriert.
Nach so viel Musik, ging es dann zum Ausklang des Ausflugtages noch ins Wirtshaus „Teufelsmühle“ Im Rittersaal wurde dann noch gemütlich gespeist und geplaudert.
Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Ausflug.

Liebe Grüße und alles Gute wünschen
Toni, Werner und Günter