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schneemannBei tiefer Temperaturen sportlich zu sein ist nicht gefährlich. Ein Tipps helfen.

Allein der Anblick ist bezaubernd: Bäume und Sträucher tragen flaumige weiße Polster, auf den Wiesen glitzern im Sonnenlicht Milliarden Diamanten und auf dem zugefrorenen Teich im Park üben die Enten Eiswatscheln. Der Schneemann schaut ihnenn ein wenig neidisch zu. Er trägt zwar einen schicken Blumentopfhut, doch von der Stelle kommt er nicht. Wenn er ins Rutschen gerät, ist es um ihn bereits geschehen.

Zweibeiner haben es eindeutig besser. Mütze, Schal, Handschuhe, eine warme Jacke und feste Schuhe - mehr braucht es nicht, um sich jetzt draußen zu bewegen. Probleme macht die Kälte in den meisten Fällen wohl nicht, denn das Thermometer fällt nur in der Nacht stärker ab. Josef Niebauer, Vorstand des Universitätsinstituts für präventive und rehabilitative Sportmedizin, schmunzelt ein wenig: "Am gefährlichsten ist es, sich in dieser Jahreszeit nicht zu bewegen", sagt er. Vernünftig ist es, Muskeln und Gelenke in der warmen Stube schon ein wenig vorzubereiten und es im Freien auf den ersten Metern langsamer anzugehen. "Ein kalte Muskulatur funktioniert nicht so gut und ist anfälliger für Verletzungen. Ist sie angewärmt, sind Koordination und Leistung besser. Jeder, der regelmäßig Ski fährt oder im Winter läuft, weiß das. Die Sorge sollte den Gelenken gelten. Es ist gut, sie vorher im Warmen mit leichten Übungen  duchzubewegen", sagt Niebauer. Auch Dehnungsübungen nach dem Sport fühlen sich im Warmen besser an.

Der Körper lässt sich bei Kälte mit der richtige Kleidung schützen. Für die Atemwege ist die Nase zu empfehlen, da die Luft vorgewärmt in die Lunge strömt. Bis zu einer Lufttemperatur von minus zehn Grad Celsius kann man aber als gesunder Mensch unbesorgt in moderatem Tempo laufen, gehen oder mit dem Rad fahren. Wer bei niedrigen Temperaturen Probleme mit der Atmung hat, läuft vielleicht zu schnell.

Bei Läufern mit einer bronchialen Vorerkrankung kann die kältere Luft zu Symptomen führen, die Asthma ähneln. "Wer wirklich Asthma hat, nimmt vorher seinen Spray", sagt Niebauer. Wer etwas intensiver trainiert hat, sollte daran denken, verschwitzte Kleidung bald zu wechseln. Das beugt Erkältungen vor.

Und die hartnäckigen Muffel? Wie lassen sie sich motivieren?
Vielleicht damit: Schneemänner ist in unseren Breiten leider zunehmend ein kurzes Leben beschert. Für eine konstante Population ist deshalb notwendig, möglichst viele zu bauen. Man nehme also eine Handvoll Schnee und presse ihn zwischen den Händen zu einem Ball zusammen. Diesen Ball rolle man so lange über die Wiese, bis eine stattliche Kugel entstanden ist. Das mache man drei Mal und setze die jeweils kleineren Kugeln übereinander. Dann suche man Holzstücke für Augen, Nase, Mund und Knöpfe. Aus Fichtenzweigen bastle man eine Kofbedeckung. Beim Lachen bitte das Atmen nicht vergessen. Es gilt als absolut ungefährlich, in diesem Fall auf die Nasenatmung zu verzichten.

Quelle: SN