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Univ.Prof. Dr. Ferdinand Mühlbacher – emeritiert


Prof. Ferdinand Mühlbacher, der seit 1990 der Transplantationschirurgie am AKH vorstand, ist in vieler Hinsicht ein außergewöhnlicher Mensch. Ihm war auf der diesjährigen Austrotransplant in Bad Ischl ein Symposium gewidmet. Schon die Liste der Vortragenden, ein echtes Who is who in der Transplantszene, zeigte die weltweite Anerkennung, die Prof. Mühlbacher für seine 30-jährige Tätigkeit auf diesem Gebiet entgegengebracht wird.


Die Laudatio von Prof. Raimund Margreiter stand unter dem Motto „Ferdinand Mühlbacher - Zeitzeuge der Transplantationsmedizin“: Als Ferdinand gerade 6 Jahre alt war, wurde die erste erfolgreiche Nieren-TX durchgeführt; als er Mitte der 60-er Jahre maturierte, erfolgten die ersten Lungen-, Leber- und Herztransplantationen. Er studierte Medizin in Wien (und nebenbei auch Psychologie und Chello), machte die Facharztausbildung zum Chirurgen und assistierte 1977 bei der ersten österreichischen Lebertransplantation.

Es folgte ein 2-jähriger Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School. Nach seiner Rückkehr 1982 begann er, sich aktiv mit Transplantation auseinanderzusetzen - zuerst als Mitarbeiter von Prof. Dr. Franz Piza, dann als erster Transplant-Koordinator. Als Oberarzt der Klinik war er bald für Transplantation von Leber, Niere und Pankreas verantwortlich. Sein Leben wird von vielen erfolgreichen ersten Transplantationen begleitet
Die Kaiser von Ischl
Prof. Mühlbacher hat das österreichische und das europäische Transplantwesen aktiv mitgestaltet, nicht nur als erfolgreicher Nieren- und Leber-Transplantationschirurg, sondern auch durch die Mitarbeit in den einschlägigen österreichischen und internationalen Gremien. Die Energie dafür hat er sich immer wieder durch seine Verbundenheit mit der Natur geholt.

Neben fachlicher Kompetenz und Engagement wurden vor allem auch seine umgängliche Art und seine Fähigkeit, die Dinge auf den Punkt zu bringen, immer wieder hervorgehoben. Das hat sicher wesentlich dazu beigetragen, dass die österreichische Transplant-Medizin international einen hervorragenden Ruf hat. Große Schuhe, in die seine Nachfolger hineinschlüpfen müssen!

Der Verband wünscht Prof. Mühlbacher alles Gute für den neuen Lebensabschnitt

Ulf Ederer/Irene Turin