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Vorstansmitglied Irene Mareiner hat für uns Ärzte in den TX-(Nach-)Betreuungszentren befragt.

Die Antworten aus Wels-Grieskirchen, Salzburg, Innsbruck und Linz sind hier zusammengefasst.

 

W-G OA Priv.-Doz. Dr. Thomas Weber für Alle in Betreuung in Wels-Grieskirchen
  Sa    Prim. Univ.--Prof. Dr. Michael Studnicka für Alle in Betreuung in Salzburg
  In     Priv.--Doz. Dr. Julia Dumfarth, PhD für Alle in Betreuung in Innsbruck
  Li    OA Dr. Gerhard Kos, für Alle in Betreuung im Krankenhaus der Elisabethinnen in Linz
KUK Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht für Alle in Betreuung im KUK Linz

- was passiert wenn ich als TX Patient Covid-19 erwische? -wo wird in der Region aufgenommen?

W-G Wir haben in Wels eigene Infektionsstationen für Covid Patienten, ebenso in Grieskirchen

Sa In Salzburg gibt es ein „COVID Spital“ im Spital, dort werden nur COVID Patienten behandelt - dort arbeiten auch Lungenfachärzte.
Sollte einer der Patienten aufgenommen werden, steht auch die Expertise von Dr. Riegler zur Verfügung.

In In Innsbruck wurde ein sehr detailliert Plan zur Versorgung aller Patienten/innen aufgestellt. Primäre Anlaufzentrale ist die Klinik für Innere Medizin. Dort sind vier Bettenstationen für Patienten/innen verfügbar, die aufgrund einer Covid-19 Infektionen einer stationären Aufnahme bedürftig sind. Ich möchte gleich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass dies nur in 10% aller Fälle in Österreich bis dato notwendig war. Abhängig vom klinischen Verlauf, werden die Patienten/innen von der Station wieder entlassen. Im seltenen Fall der klinischen Verschlechterung haben wir vor Ort vier Intensivstationen, die die Therapie von Covid Patienten/innen übernehmen.

Li In Linz gibt es ein Akutaufnahmerad schon seit vielen Jahren, wo sich die Krankenhäuser nach einem genauen Plan abwechseln ( Barm. Brüder gemeinsam mit Elisabethinen, Barm. Schwestern und KUK jeweils alleine). Alle Krankenhäuser haben zumindest eine Covid-Abteilung + entsprechende Intensivbetten.

KUK In Oberösterreich sind alle Krankenhäuser auf die Aufnahme von Patienten mit Covid-19 vorbereitet. Zudem wurde innerhalb der OÖ. Gesundheitsholding und auch in Kooperation mit den Ordenskliniken ein fachlicher Austausch ins Leben gerufen, der sicherstellen soll, dass Patientinnen und Patienten allenorts die bestmögliche Versorgung erhalten. Im Kepleruniversitätsklinikum ist ein eigener Bau (Bau D) für die Betreuung von Patienten mit Covid-19 eingerichtet. In diesem Bereich ist neben Normalstationen auch eine Intensivmedizinische Versorgung möglich.

- gibt es bei Ihnen bereits TX Patienten, die angesteckt wurden? - wie ist es denen ergangen?

W-G Nicht dass ich es wüsste.

Sa Nein, ist mir nichts bekannt.

In Wir überblicken in unserem Bereich nur jene Patienten/innen, die in der Vergangenheit eine Herztransplantation hatten. Von dieser Patientengruppe ist uns noch keine COVID Erkrankung bekannt. In der Literatur gibt es vereinzelt - vorwiegend aus China - Fallberichte die auch sehr erfreuliche Verläufe von herztransplantierten Patienten schildern. Es gibt eine weltweite Initiative unterschiedlicher Transplantgesellschaften, alle Daten über COVID bei transplantierten Patienten/innen zu sammeln um die Daten aufzuarbeiten. Diese Information wird erst in der Zukunft verfügbar werden.

Li Nein, bei uns nicht.Nein.

KUK Am Kepleruniversitätsklinikum wurden bislang 75 Patienten mit Covid-19 behandelt, darunter hat sich kein Patient mit Z.n. Organtransplantation befunden. Es gibt seitens der verschiedenen Fachgesellschaften inzwischen klare Empfehlungen wie in solchen Situationen bestmöglich vorgegangen werden soll und die unterschiedlichen im Kepleruniversitätsklinikum vertretenen Fachdisziplinen würden in einem solchen Fall eng zusammenarbeiten.

- wir sorgen uns natürlich auch um die Teams! Geht es allen gut? wie handelt ihr das? was passiert wenn einer aus dem Team den Virus erwischt? Wie sieht der Notfallplan aus?

W-G Danke, uns geht’s gut, niemand hat sich bisher angesteckt, zumindest ist das mein Wissensstand.

Sa Wir arbeiten in sogenannten „Splitt Teams“ – wenn einer aus dem Team erkrankt, wird ein „neues“ Team eingewechselt, um die Infektionen möglichst gering zu halten.

In Allen im Herztransplant-Programm involvierten Chirurgen/innen und Kardiologen/innen geht es ausgezeichnet. Das Herztransplantationsprogramm in Innsbruck ist nach wie vor offen und wir konnten auch in der Quarantänezeit bereits eine Herztransplantation, die bis dato ohne Komplikationen verlaufen ist, durchführen. Im klinischen Alltag wird an der Universitätsklinik für Herzchirurgie sehr darauf geachtet, dass Prof Antretter und ich vom unmittelbaren Umgang mit COVID Patienten/innen ausgenommen werden. Dies ist aufgrund der Größe unserer Teams problemlos möglich. So hoffen wir ein ‘clean team’ zu bleiben. Für Notfälle - also Erkrankung einzelner Team Mitglieder - sind wir immer gerüstet. An der Erkrankung oder Abwesenheit eines einzelnen Chirurgen/in wird die Durchführung einer Herztransplantation niemals scheitern!

Li Uns geht es gut! Das pneumologische Team ist in ein Covid-Team und in ein Team für die gewohnten Aufgaben geteilt.

KUK Bislang ist am Kepleruniversitätsklinikum kein Nachweis einer Infektion eines Mitarbeiters im Covid-19 Bereich bzw. im dafür vorgesehenen Bau D nachvollziehbar. Es wird unter den Teammitgliedern auf die notwendige Distanz, das konsequente Tragen von Mund-Nasen-Schutz und selbstverständlich auch die strikte Händehygiene größter Wert gelegt.

- gibt es im Haus Tx-eigene Psychologen/Innen an die sich die Transplantierten der Region wenden können?

W-G Nein, wir haben klinische Psychologen im Haus, aber keine speziellen nur für Tx.
(Anmerkung Irene: ihr könnt euch an die Psychologinnen im Akh Wien wenden! Kontakt findet ihr auf
unserer Seite)

Sa Ist mir nicht bekannt. Bei uns an der Klinik gibt es für alle Lungenpatienten eine Psychologin (Dr. Obermaier-Manzl) – bitte falls Fragen, zuerst Dr. Riegler oder Dr. Untersteiner fragen.

In Wir haben in unserem Team eine sehr engagierte Psychologin! Wenn der Bedarf besteht, würde ich gerne mit ihr Rücksprache halten und Ihnen dann eine Kontaktmöglichkeit herstellen.

Li Für Patienten die bei uns in Betreuung sind, kann der psychologische Dienst unseres Hauses in Anspruch genommen werden (0732 7676 4430).

KUK Ja, es gibt ein Team von medizinischen Psychologinnen und Psychologen, das sowohl betroffene, wie auch betreuende Personen im Bedarfsfall begleiten und unterstützen kann.

- für medizinische Infos: an wen sollten sich die Leute in dieser Situation am besten wenden?

W-G „Unsere“ Patienten könne mich jederzeit anrufen und machen das auch. Das gilt jetzt für Covid wie auch sonst immer.

Sa Für Transplantierte, gelten die Dinge die auch für alle anderen Patienten gelten. In speziellen Fragen bitte einen telefonischen Termin mit Dr. Riegler vereinbaren.

In Es vergehen keine 6 Stunden ohne Corona Update oder Pressekonferenzen im Fernsehen. Die generelle Informationsübermittlung funktioniert in Österreich tadellos und auf sehr hohem Niveau. Generell gilt, Ruhe zu bewahren und die Basismaßnahmen, die für transplantierten Patienten/innen ohnedies den Alltag darstellen, einzuhalten. Halten Sie Abstand und waschen Sie sich oft die Hände!
Sollte es zum Auftreten von Symptomen oder Krankheitsfällen kommen, kontaktieren Sie am bestendas Transplantzentrum. Ich telefoniere täglich mit vielen Patienten/innen und spende gute Zusprache.

Li Prinzipiell kann man sich an jedes Teammitglied wenden. Für Covid-Fragen sind vor allem Dr. Wimberger u. Dr. Kastner  zuständig.

KUK Patienten mit Z.n. Organtransplantation sollten sich vorzugsweise an ihren betreuenden Spezialisten wenden, der ihren bisherigen Krankheitsverlauf gut kennt. Diese Ärztin / dieser Arzt kennt dann auch die aktuell gültigen Empfehlungen der verschiedenen Fachgesellschaften und kann beratend behilflich sein.

W-G Herzliche Grüße, Thomas Weber

Sa Beste Grüße, Michael Studnicka

In Sie werden sehen, die Lage beruhigt sich bald wieder und der ganz normale Alltag kommt zurück!
Liebe Grüße aus Innsbruck, Julia Dumfarth

Li Herzliche Grüße, Gerhard Kos

KUK Herliche Grüße, Bernd Lamprecht

Irene Mariner und Roland Schenk

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
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