Suchen


In der Erkältungszeit hilft die Anwendung von Topfen, Zitrone oder Bienenwachs, die Beschwerden zu lindern. Sorgfältig angelegte Wickel unterstützen beim Gesundwerden.

Wickel bedeuten auch liebevolle Zuwendung. Bild: Wodicka
Wickel sind überliefertes Großmutterwissen. Das bedeutet aber nicht, dass sie veraltet sind. Sie passen gut in die heutige Zeit, wirken bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Sie helfen, wenn man Schmerzen hat, bei Erkältungen und für Gelenke und den Rücken. Dabei wirken nicht nur die Inhaltsstoffe wie Topfen, Kräuter oder Kren. „Auch die liebevolle Zuwendung ist ein wesentlicher Teil der Wickel“, schreiben Bernadette Bächle-Helde und Ursel Bührung in ihrem Ratgeber (siehe Buchtipp). Für eine heilsame Wirkung der Wickel sei es wichtig, diese sorgfältig anzulegen. Bei der Anwendung müsse man auch Kleinigkeiten beachten. Welche Wickel bei welchen Beschwerden helfen, haben die Autorinnen in ihrem Buch genau angeführt.
Besonders häufig gewickelt wird in der Erkältungszeit, bei Infektionen der oberen Atemwege. Vor allem in der Akutphase seien Wickel hilfreich und angenehm unterstützend. Die Beschwerden werden schnell gelindert. Bei welchen Symptomen welcher Wickel hilft, lesen Sie unten.
Buchtipp: Bernadette Bächle-Helde und Ursel Bührung: Heilsame Wickel und Auflagen aus Heilpflanzen, Quark & Co., Ulmer-Verlag, 17,40 Euro.
Zitronenwickel
Bei Halsweh und heiserer Stimme: Für den Wickel 1 Bio-Zitrone in dünne Scheiben schneiden, auf ein Küchenpapier in einer Reihe legen, Tuchränder umschlagen, die Unterseite soll einlagig bleiben. Auf den Hals legen, die Halswirbelsäule bleibt frei, mit einem weiteren Tuch und einem Schal befestigen. Wickel bis zu 30 Minuten auf dem Hals lassen, einmal täglich.
Bienenwachs-Auflage
Bei Husten:Für den Wickel die Bienenwachs-Kompresse zuschneiden, mit einem Fön erwärmen und – wenn die Temperatur angenehm ist – direkt auf die Brust legen. Darauf ein Rohwollkissen oder einen warmen Waschhandschuh legen. Mit dem Unterhemd befestigen, zusätzlich kann man noch ein angewärmtes Kirschkernkissen draufpacken. Am besten den Wickel über Nacht drauflassen.
Kamillensäckchen
Bei Ohrenschmerzen:Eine Handvoll Kamillenblüten in ein Stoffsäckchen oder eine Socke füllen und über Wasserdampf erwärmen (Blüten sollen nicht zu feucht werden). Mit angenehmer Wärme auf das schmerzende Ohr legen und mit Stirnband oder Schal befestigen. Es kann solange bleiben, wie es als angenehm empfunden wird. Das Kamillensäckchen lässt sich auch an den folgenden Tagen verwenden.

Quelle: www.nachrichten.at  vom 10. 11. 2013

Süßholz lindert Beschwerden nach Intubation


(Wien 26-09-2013) In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Süßholz als „Wundermittel“. Eine aktuelle Studie der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien belegt nun erstmals wissenschaftlich die Heilkraft dieser als Lakritze erhältlichen Natursubstanz.

Die ForscherInnen untersuchten in ihrer Studie PatientInnen, die nach einer Lungenoperation einen besonders dicken Tubus (sogenannter Doppellumen-Tubus) benötigen und dadurch häufig an Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten leiden. Durch die Verabreichung von Süßholz reduzierte sich die Häufigkeit der postoperativen Beschwerden deutlich. Viel wichtiger noch, die PatientInnen waren äußerst zufrieden und klagten über bedeutend weniger mit einer Anästhesie verbundene Nebenwirkungen wie Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit.

Studienleiter Kurt Rützler von der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien nennt einen weiteren wichtigen Vorteil: „Die üblicherweise auftretenden Nebenwirkungen sind für die PatientInnen nicht nur subjektiv störend,  sie können auch den chirurgischen Erfolg negativ beeinflussen. Zum Beispiel kommt es bei Husten nach Lungenoperationen und nachfolgenden starken Schmerzen zu einer verminderten Atmung, die letztlich zum Kollabieren eines ganzen Lungenabschnitts führen kann.“

Kostengünstiges und rezeptfrei erhältliches Heilmittel
Als Folge der soeben im Wissenschaftsmagazin „Anesthesia & Analgesia“ veröffentlichten Studie wird Süßholz bereits an drei europäischen Kliniken allen präoperativen PatientInnen offeriert. Ein wesentlicher Vorteil von Süßholz liegt auch in der einfachen Anwendung, Süßholz ist als Reinsubstanz in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich. „PatientInnen können sich aber auch Lakritzestangen oder Lakritzetaler kaufen und erreichen damit ähnlich gute Ergebnisse wie mit Süßholz“, so Rützler.

Weitere medizinische Anwendungsmöglichkeiten von Süßholz werden erforscht
Die genaue Wirkweise von Süßholz ist allerdings noch völlig unklar. Das Forschungsteam der MedUni Wien konnte jedoch im Süßholz 17 Sub-Substanzen identifizieren. Einigen davon schreibt die TCM besondere Wirkungen zu. Die ForscherInnen arbeiten nun daran, dieses TCM-Wissen auf solider wissenschaftlicher Basis zu hinterfragen. Von besonderer Bedeutung erscheint laut Rützler in diesem Zusammenhang die entzündungshemmende Wirkung sowie der positive Einfluss auf die lokale Wundheilung, etwa in der Mund- und Kieferchirurgie.

Wer in Bewegung ist, hält auch sein Gehirn beweglich, sagt ein US-Forscher.
Hunderte Sudokus aufzulösen hat dagegen wenig therapeutischen Wert.


Wanderer - herztransplantation(SN) Zu Fuß gehen. Das ist nicht nur gut für den Kreislauf und für das Herz, sondern offenbar auch sehr gut für unser Gehirn. Denn in Bewegung zu sein,und das gleich mehrmals am Tag, senkt nachweislich das Risiko, an einer Demenz zu erkranken.
Das fand der US-Neurologe Kirk Erickson von University Pittsburg heraus. Bisher war schon bekannt, dass sportliche Betätigung, zweimal pro Woche ausgeführt, das Risiko senkt, an Demenz zu erkranken. Und zwar um bis zu 60 Prozent.
Es geht bei der Untersuchung über den Zusammenhang von Bewegung und geistiger Fitness nicht nur um Demenz, also um das Abnehmen geistiger und emotionaler Fähigkeiten: Es ging dem Neurologen auch um die spezielle Erkrankung Alzheimer. 15 Kilometer pro Woche spazieren gehen. Das würge laut Erickson schon ausreichen, um ein mögliches Alzheimer Risiko um bis zu 50 Prozent zu senken.
Nicht jeder, der Dinge vergisst, muss denken, dass er beginnenden Alzheimer hat. Zum Beispiel, wenn man seine PIN-Nummer vergisst oder den Einkaufszettel daheim liegen lässt, den man extra geschrieben hat, damit man nichts vergisst. Gelegenheiten für solche peinlichen Momente gibt es im Alltag genügend.
Doch oft ist einfach Arbeitsüberlastung in Beruf und Familie die Ursache davon. Solche Konzentrationsstörungen zeigen, dass der Stresspegel zu hoch ist. Mit zunehmenden Alter ist es Außerdem normal, dass man etwas langsamer wird, auch im Denken. Die Erfahrung eines langen Lebens macht diese Defizite mehr als wett.
Doch häufen sich solche Vorfälle, wird man unruhig. Mediziner sagen: Es gibt typische erste Warnzeichen, die man ernst nehmen sollte. Zum Beispiel kann man sich plötzlich nicht mehr im Supermarkt orientieren, den man schon lang kennt, und muss nachdenken, wo die Nudeln stehen. Oder man vergisst die Suppe zu salzen. Oder man kann sich beim Ausfüllen von Formularen nicht konzentrieren. Bei langen Sätzen verspricht man sich. Und - auch ein wichtiges Anzeichen - man kann sich einfach auf Nichts mehr so richtig freuen. Es fehlt der Schwung im Leben.
Wer das und Ähnliches häufig erlebt, sollte das unbedingt seinem Arzt mitteilen. Denn sollte das der Beginn von Alzheimer sein, muss man so früh wie möglich mit einer medikamentösen Therapie beginnen. Dann kann man die Krankheit, das Schrumpfen bestimmter Hirnareale, zwar nicht verhindern, aber doch beträchtlich bremsen.
Die Diagnose ist derzeit noch nicht ganz einfach und passiert hauptsächlich mittels eines psychologischen Tests. Das Gehirn selbst kann man zu Lebzeiten des Patienten nicht auf diese speziellen Eiweißablagerungen untersuchen, die der Auslöser der Krankheit sind, oder vielmehr sein können. In ein paar Jahren soll ein bildgebendes Verfahren zur Verfügung stehen, das dann präziser- und vor allem - sehr früh diese Ablagerungen feststellen kann. Ob dann Alzheimer bei diesem Menschen ausbricht oder nicht, ist ungeklärt. Alzheimer hat auch eine genetische Komponente. Trotzdem haben Angehörige eines Patienten nur ein gering erhöhtes Risiko, selbst daran zu erkranken.
Es gibt aber die begründete Annahme, dass der Lebensstil einiges dazu beitragen kann. Zu hohe Cholesterinwerte und eine Insulinresistenz - am häufigsten hervorgerufen durch Fettleibigkeit und Diabetes - werden häufig als Faktoren genannt, die das Ausbrechen von Alzheimer begünstigen.
Daher ist auch die der Ernährung ein wichtiger Faktor um Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im Speziellen vorzubeugen. Nicht zu viel, nicht zu fett, nicht zu süß - das sind probate Grundpfeiler einer gesunden Ernährung. Gemeinsam mit einer vernünftigen- täglichen - Bewegung kann man auch bis ins hohe Alter geistig fit bleiben.
Hunderte Rätsel lösen soll laut einiger Neurologen nicht die erhoffte positive Wirkung für die kognitive Leistung eines Gehirns bringen. Ständig etwas Neues zu lernen und seinen geistigen und emotionalen Horizont zu weitern sind dagegen beides Lebensqualitäten, die das Gehirn flexibel und fit halten dürften.
Weltweit werden in den nächsten 40 Jahren 682 Millionen Menschen mit Demenz leben. Das sind so viele Menschen wie in Europa leben (738 Millionen). In Österreich sind aktuell 110.000 Menschen an Alzheimer erkrankt.

SN vom 18. September 2013 (Barbara Morawec)

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
E-Mail:

Unser Spendenkonto

Bankverbindung: Erste Bank

IBAN: AT762011128943599100

Folgen Sie uns auf

facebook logo

Zum Seitenanfang