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Diclofenac mit Vorsicht einsetzen


Das Schmerzmittel gefährdet das Herz.


Vorsichtig dosieren Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Große Aufregung herrscht bezüglich des Wirkstoffs Diclofenac, der in 80 Schmerzmitteln enthalten ist. Die Oberste Arzneimittelbehörde der EU gab bekannt, dass das Medikament bei zu langer und zu hoher Dosierung zu schweren Nebenwirkungen führe – bis zum Tod. In einem Schreiben des Österreichischen Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen an die heimischen Spitäler, Ärzte- und Apothekerkammern heißt es: "Der Nutzen von Diclofenac überwiegt die Risiken. Allerdings weisen die derzeit verfügbaren Daten darauf hin, dass die Therapie mit Diclofenac mit einem erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse wie einer erhöhten Herzschwäche und einem erhöhten Herzinfarktrisiko assoziiert ist."
Während die einen schon fordern, Medikamente mit Diclofenac vom Markt zu nehmen, relativieren andere. "Keine Veranlassung, sich gegen die Anwendung von Diclofenac auszusprechen", sagt etwa die Österreichische Schmerzgesellschaft. Immer gelte es den Nutzen gegen die möglichen Nebenwirkungen abzuwägen.
Vorerkrankungen beachten
Tatsache ist, dass Vorsichtsmaßnahmen vor allem bei Menschen notwendig sind, die bereits an Grunderkrankungen leiden. Ein Ausschließungsgrund sind im Besonderen koronare Herzkrankheiten oder Herzinsuffizienz. Ebenfalls problematisch sind Diabetes mellitus oder Bluthochdruck, bei denen laut Österreichischer Schmerzgesellschaft "die Gabe von Diclofenac (...) individuell nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko zu erfolgen" hat. Raucher dürften besonders gefährdet sein, bei ihnen ist ebenfalls erhöhte Vorsicht geboten. Auch wenn gesunden Menschen durch Diclofenac kaum eine Gefahr drohen dürfte, ist noch mehr als bisher der Arzt gefragt, der beim Abwägen der Risiken helfen muss.

Quelle: nachrichten.at

Am 20. November war der Welt-COPD-Tag

 
Seit 2002 findet am 2. oder 3. Mittwoch im November der COPD-Tag statt – weltweit. Damit soll das Bewusstsein für diese chronische Lungenkrankheit geschärft werden.
 
 
 
Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) betrifft weltweit 600 Millionen Menschen, jedes Jahr sterben drei Millionen daran. In Österreich sind 400.000 COPD-Patienten diagnostiziert, die Dunkelziffer vervielfacht diese Zahl auf 800.000 bis 1,2 Mio. Menschen. Die umgangssprachlich auch als Raucherhusten bekannte Erkrankung ist meist die Kombination einer chronischen Bronchitis (Husten mit Auswurf über mindestens drei Monate in zwei aufeinanderfolgenden Jahren) mit einer Verengung der Bronchien (Obstruktion) und als Folge davon kommt es zu einer Überblähung der Lungenbläschen (Emphysem). Bei der COPD kommt es zu einer langsam aber stetig fortschreitenden Verschlechterung der Lungenfunktion und somit zu einer zunehmenden Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Besonders in späteren Stadien der Krankheit können plötzliche Verschlechterungen, meist durch zusätzliche Infektionen, zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. COPD gilt derzeit als die vierthäufigste Todesursache.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO nimmt an, dass die COPD bis zum Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache in den entwickelten Wirtschaftsländern sein wird.
Ab einem gewissen Stadium brauchen manche Patienten reinen Sauerstoff zum Atmen. Damit diese Patienten sich auch außerhalb der Wohnung frei bewegen können, steht ihnen dieser in sogenannten Sauerstofftankstellen in Apothekenzur Verfügung.

Was Österreich betrifft,
wurde seit März die Initiative "Atmenstatthusten" in Fernsehen und Internet beworben. Als weiterer Schwerpunkt wurde ein Online-Selbsttest (www.ogp.at) zur persönlichen Risikoberechnung erstellt.
Für die bessere Unterstützung von COPD-Patienten soll es für sie ab 2014 eine kostenlose App geben.
Quellen: nachrichten.at vom 21.11.13; sowie Österr. Apothekerkammer (www.apotheker.or.at)
 

In der Erkältungszeit hilft die Anwendung von Topfen, Zitrone oder Bienenwachs, die Beschwerden zu lindern. Sorgfältig angelegte Wickel unterstützen beim Gesundwerden.

Wickel bedeuten auch liebevolle Zuwendung. Bild: Wodicka
Wickel sind überliefertes Großmutterwissen. Das bedeutet aber nicht, dass sie veraltet sind. Sie passen gut in die heutige Zeit, wirken bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Sie helfen, wenn man Schmerzen hat, bei Erkältungen und für Gelenke und den Rücken. Dabei wirken nicht nur die Inhaltsstoffe wie Topfen, Kräuter oder Kren. „Auch die liebevolle Zuwendung ist ein wesentlicher Teil der Wickel“, schreiben Bernadette Bächle-Helde und Ursel Bührung in ihrem Ratgeber (siehe Buchtipp). Für eine heilsame Wirkung der Wickel sei es wichtig, diese sorgfältig anzulegen. Bei der Anwendung müsse man auch Kleinigkeiten beachten. Welche Wickel bei welchen Beschwerden helfen, haben die Autorinnen in ihrem Buch genau angeführt.
Besonders häufig gewickelt wird in der Erkältungszeit, bei Infektionen der oberen Atemwege. Vor allem in der Akutphase seien Wickel hilfreich und angenehm unterstützend. Die Beschwerden werden schnell gelindert. Bei welchen Symptomen welcher Wickel hilft, lesen Sie unten.
Buchtipp: Bernadette Bächle-Helde und Ursel Bührung: Heilsame Wickel und Auflagen aus Heilpflanzen, Quark & Co., Ulmer-Verlag, 17,40 Euro.
Zitronenwickel
Bei Halsweh und heiserer Stimme: Für den Wickel 1 Bio-Zitrone in dünne Scheiben schneiden, auf ein Küchenpapier in einer Reihe legen, Tuchränder umschlagen, die Unterseite soll einlagig bleiben. Auf den Hals legen, die Halswirbelsäule bleibt frei, mit einem weiteren Tuch und einem Schal befestigen. Wickel bis zu 30 Minuten auf dem Hals lassen, einmal täglich.
Bienenwachs-Auflage
Bei Husten:Für den Wickel die Bienenwachs-Kompresse zuschneiden, mit einem Fön erwärmen und – wenn die Temperatur angenehm ist – direkt auf die Brust legen. Darauf ein Rohwollkissen oder einen warmen Waschhandschuh legen. Mit dem Unterhemd befestigen, zusätzlich kann man noch ein angewärmtes Kirschkernkissen draufpacken. Am besten den Wickel über Nacht drauflassen.
Kamillensäckchen
Bei Ohrenschmerzen:Eine Handvoll Kamillenblüten in ein Stoffsäckchen oder eine Socke füllen und über Wasserdampf erwärmen (Blüten sollen nicht zu feucht werden). Mit angenehmer Wärme auf das schmerzende Ohr legen und mit Stirnband oder Schal befestigen. Es kann solange bleiben, wie es als angenehm empfunden wird. Das Kamillensäckchen lässt sich auch an den folgenden Tagen verwenden.

Quelle: www.nachrichten.at  vom 10. 11. 2013

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