Suchen

Schluckaufoder wie die Mediziner ihn nennen Singultus – hat jeder schon einmal erlebt. Doch was passiert beim umgangssprachlichen "Hicksen" im Körper - und was hilft wirklich?


Hoppla - ein Schluckauf kommt selten zur rechten Zeit

Meist ist Schluckauf harmlos und vergeht nach einigen Minuten wieder. Nur in seltenen Fällen wird er chronisch oder hat krankhafte Ursachen.


Wie kommt es zum Schluckauf?


Schluckauf ist ein krampfartiges Zusammenziehen jener Muskulatur, die während des Einatmens gebraucht wirdder sogenannten inspiratorischen Muskulatur. Vereinfacht gesagt hat der Schluckauf seinen Ursprung im Zwerchfell.
Das Zwerchfell trennt die Brust- und Bauchhöhle voneinander. Es zieht sich nach unten zusammen, wobei sich das Brustvolumen vergrößert. Durch den dabei entstehenden Unterdruck wird Luft durch die geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt. Entspannt sich das Zwerchfell, strömt die Luft wieder aus der Lunge heraus.

Verkrampft sich das Zwerchfell hingegen, schließt sich reflexartig die Stimmritze zwischen den Stimmbändern. Das führt dazu, dass die Luft in der Lunge nicht entweichen kann und die einströmende Luft regelrecht gegen die geschlossenen Stimmbänder prallt. Der Druck der dabei entsteht, äußert sich schließlich im Schluckauf. Etwa 35 Millisekunden nach Beginn der Muskelkontraktion kommt es zu einem bis zu einer Sekunde dauernden "Hicksen". Wie oft in der Minute "gehickst" wird, variiert von Person zu Person.

Verantwortlich für die Zwerchfellreflexe sind in erster Linie Nerven im Gehirn, genauer gesagt im Hirnstamm.

Evolutionäres Überbleibsel?


Ob der Schluckauf physiologisch Sinn macht, ist noch unklar. Bei Erwachsenen tut er das vermutlich nicht. Anders verhält es sich bei Babys. Denn den ersten Schluckauf haben Babys bereits im Mutterleib. Er dient vermutlich dazu, den Atemreflex zu trainieren. Eine andere Theorie geht von der Annahme aus, dass der Reflex verhindert, dass Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt.

Chronisch oder akuter Schluckauf


Schluckauf tritt meist plötzlich, also akut auf und verschwindet in der Regel nach ein paar Minuten wieder. Den akuten Singultus kennt wohl jeder und fast jeder hat zumindest ein Mittel, das gegen das Hicksen hilft. Zu den bekanntesten Tipps zählen wohl ein Glas Wasser zu trinken, die Luft anzuhalten, ein in Essig getränktes Zuckerstück auf der Zunge zergehen zu lassen oder den Schluckauf-Geplagten zu erschrecken.

Viele dieser Tricks funktionieren tatsächlich. Der Grund: Die Betroffenen werden abgelenkt, wodurch sich die Atmung entspannt und sich das Zwerchfell beruhigt. Im Normalfall verschwindet der Reflex dann innerhalb weniger Minuten wieder, ist unbedenklich und bedarf keiner Behandlung.

Chronischer Schluckauf


Dauert der Schluckauf allerdings länger als zwei Tage, gilt er als chronischer Schluckauf. Das passiert aber nur sehr selten. Oft hat das Phänomen keine feststellbare Ursache (idiopathischer chronischer Schluckauf), ist aber unangenehm und belastend. Ein Singultus der länger als zwei Monate andauert, gilt gar als therapieresistent.

Wann muss ich wegen Schluckauf zum Arzt?


In den allermeisten Fällen ist es nicht notwendig wegen Schluckauf einen Arzt aufzusuchen. Tritt dieses allerdings sehr häufig bzw. häufiger als früher auf, zieht sich über einen längeren Zeitraum – etwa einen ganzen Tag – hin, kommen noch zusätzlich andere Symptome wie Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Übelkeit hinzu, sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Der erste Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt. Um die Ursache des Schluckaufs abzuklären, verweist dieser allerdings meist an Spezialisten wie etwa Gastroenterologen, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte oder andere Spezialisten.

Was kann Schluckauf auslösen?


Meist beeinflussen Verhaltensweisen bzw. Faktoren, die das Zwerchfell bzw. die zuständigen Nerven reizen, die Entstehung von Schluckauf.

Auslöser für akuten Schluckauf sind unter anderem:
  • hastiges, schnelles Schlucken beim Essen oder Trinken
  • "Luft schlucken"
  • sehr heiße oder kalte Speisen bzw. Getränke, vor allem wenn diese abwechselnd konsumiert werden
  • ein plötzlicher Wechsel der Umgebungstemperatur von Kälte zu Wärme und umgekehrt
  • hoher Alkohol- sowie Nikotinkonsum
  • psychische Faktoren wie Stress, Aufregung, Erschrecken und damit verbundenes hastiges und unregelmäßiges Atmen
In seltenen Fällen steckt hinter dem Auftreten von Schluckauf eine krankhafte Ursache. In Frage kommen mitunter Schilddrüsenüberfunktion, Leberentzündungen oder auch verschiedene den Magen-Darm-Bereich betreffend Erkrankungen. Auch Schlaganfälle oder bösartige Tumoren können einen Hicks-Reflex auslösen, sofern diese auf die Nerven des Zwerchfells einwirken.

Autoren:
Helga Quirgst,MSc
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Quelle: NetDoktor.at vom 30. 10. 2014
 


Der süße Dickmacher wird von spanischen Forschern rehabilitiert.


Schokolade essen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Das kann nur der grausame Scherz eines Ernährungswissenschafters sein. Ist es aber nicht. Spanische Ernährungsforscher werteten die Daten von 1500 Jugendlichen aus, die man Schokolade essen ließ. Der Konsum von täglich 20 Gramm Schokolade senkt Körpergewicht und Körperfett geringfügig, vermutlich - aber keineswegs bewiesen - wegen der darin befindlichen Katechine. Das sind Bausteine von Gerbstoffen, die man auch im Tee findet, vor allem in Weißtee, Grüntee und im Oolong. Diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe kommen auch in dunkler Schokolade vor und führten bei Versuchen zu geringen Gewichtsverlusten. 20 Gramm Schokolade entsprechen einer Rippe einer 100-Gramm-Tafel. Das Naschen einer ganzen Tafel ist der Gesundheit also leider immer noch nicht zuträglich, weil man dann zu viel Fett zu sich genommen hat.

Positive Wirkungen dunkler Schokolade auf die Herzgesundheit sind bekannt. Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung stellten in der Auswertung einer achtjährigen Studie fest: Der Konsum von sieben Gramm Schokolade, also einem kleinen Stück, täglich kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 40 Prozent senken.

gelesen auf: SalzburgerNachrichten

Europäischer Kardiologenkongress: Bereits jugendliche Raucher weisen laut einer Schweizer Studie eine geschädigte Funktion der Blutgefäße auf.


Mehr als drei Viertel der Menschen, die bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, waren Raucher. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister, die jetzt beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert worden ist.
 
 "Unseren Daten zufolge ist Rauchen der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Herzinfarkt", sagt Studienautor Heinz Theres (Charité Berlin). "Seit 1999 ist der Anteil der Raucher bei Herzinfarktpatienten unter 55 Jahren nicht zurückgegangen." Für die Untersuchung, die auf den Daten des seit 1999 bestehenden Berliner Herzinfarkt-Registers beruht, wurden für insgesamt mehr als 6000 Herzinfarkt-Patienten drei wesentliche kardiale Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck und ungünstige Blutfettwerte) in ein Verhältnis zum Alter gesetzt. Bei den Personen, die bereits vor dem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten haben, waren 76 Prozent Raucher. 94 Prozent wiesen zumindest einen der drei Haupt-Risikofaktoren auf.

 Das Rauchverhalten einer weit jüngeren Altersgruppe, nämlich Jugendliche ab 13 (Durchschnittsalter 17 Jahre), wurde im Rahmen einer Schweizer Studie erhoben. Gemessen wurden bei den Jugendlichen auch der Blutdruck sowie verschiedene Parameter für die Gefäßfunktion. 14 Prozent der Jugendlichen rauchten zumindest einmal wöchentlich, mehr als die Hälfte ihrer Eltern rauchte (28 Prozent) oder hatte geraucht (25 Prozent). Diese Untersuchung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Beeinträchtigung der Gefäßfunktion. "Die Analysen bestätigen die Hypothese einer frühen Veränderung der Gefäßfunktionalität durch aktives Rauchen im Jugendalter unabhängig vom elterlichen Rauchverhalten", so Julia Dratva vom Schweizer Tropen- und Public-Health-Institut in Basel. "Diese Daten unterstreichen die Notwendigkeit einer frühen Prävention von Rauchen in Kindheit und Jugend", sagt der Wiener Kardiologe Franz Weidinger (KH Rudolfstiftung), Präsident der Österreichischen Kardiologengesellschaft.

Weidinger ist strikt für die Verschärfung der gesetzlichen Regelungen: "Wir brauchen in Österreich neben angemessenen präventiven Maßnahmen auch einen ordentlichen Nichtraucherschutz mit gesetzlicher Absicherung." Die in Österreich bestehende Kluft zwischen den wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen über die Schädlichkeit des Rauchens und der diesbezüglichen Gesetzeslage sei aus medizinischer Sicht inakzeptabel.

Quelle: oon-nachrichten

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
E-Mail:

Unser Spendenkonto

Bankverbindung: Erste Bank

IBAN: AT762011128943599100

Folgen Sie uns auf

facebook logo

Zum Seitenanfang