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Die Magie des Lichts

Nicht umsonst wird Weihnachten das Fest des Lichts genannt. Licht hat eine besondere Magie. Es zaubert gute Laune ins Gemüt und hält uns auf vielfältige Weise gesund.

Forever Winter! Bild: colourbox

Wichtige Nervenzellen zur Lichtaufnahme

Wir nehmen das Licht einerseits über die Haut und andererseits über die Augen auf. Erst Ende des vergangenen Jahrhunderts entdeckten Forscher eine bis dahin unbekannte Nervenart im Auge: Zellen, die in der Netzhaut sitzen, aber nicht zum Sehen dienen. Oft funktionieren sie sogar bei blinden Menschen. Wenn ein gewisses Mindestmaß an Lichtstrahlen auf diese Zellen trifft, bekommt die Zirbeldrüse (erbsengroßes Organ an der Basis des Gehirns) einen Impuls. Bleibt dieser wegen Lichtmangels aus, produziert die Zirbeldrüse Melatonin, das so genannte Schlafhormon. Es verlangsamt die Reaktionszeit, schränkt die Aufmerksamkeit ein und macht uns müde. In langen Winternächten steigt die Melatoninproduktion auf ein Vielfaches der Menge von kurzen Sommernächten an.
Wer zu wenig Licht und dadurch zu viel Melatonin bekommt, wird zusehends antriebslos und der sogenannte Winterblues kann sich einstellen. Den unmittelbaren Zusammenhang von Sonnenlicht und Gemütsverstimmungen hat der deutsche Forscher Eberhard Kohlberg vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven anhand einer Studie in der Antarktis bewiesen. Er beobachtete dort 14 Monate lang 18 Männer und Frauen eines Forschungszentrums für Meteorologie und Geophysik. „In der lichtarmen Zeit ging die Arbeit fast allen viel schwerer von der Hand und das Zwischenmenschliche funktionierte nicht mehr so gut“, sagt Kohlberg. Sogar Intelligenztests seien in der dunklen Jahreszeit schlechter ausgefallen.
Aber nicht nur die Seele, auch der Körper braucht Licht, um gesund zu bleiben. So haben Forscher bewiesen, dass direktes Sonnenlicht auf der Haut wichtig ist, damit der Körper Vitamin D produzieren kann. Wenn genug davon im Blut ist, können viele Krankheiten verhindert werden.

Artikel von: nachrichten.at

Tipps für ein langes Leben


Wir alle wollen möglichst lange möglichst gut leben. Was Sie selbst (ganz leicht) dazu beitragen können, finden Sie in den Informationen des Grazer Molekularbiologen Univ.Prof. Dr. Frank Madeo. (Quelle: derStandard.at)

Molekularbiologe und Ernährungsexperte Frank Madeo empfiehlt acht Punkte

Bei einer Tagung in Graz diskutierte Molekularbiologe Frank Madeo gemeinsam mit Ernährungsexperten über die Themen Fasten, Diät und gesunde Ernährung. Hier Madeos Tipps für ein langes Leben:
  • Ausdrücklich warnen muss man vor Zucker (nicht aber vor Kohlenhydraten wie Reis, Nudeln, Brot). Zucker kann Diabetes auslösen und das Wachstum von Tumoren beschleunigen.
  • Auch auf Vitamintabletten sollte man verzichten (außer eventuell Vitamin D im Winter).
  • Gut sind Nüsse. Sie senken, regelmäßig gegessen, die Mortalität um 20 Prozent.
  • Weiters belegen mehrere Studien an Menschen, dass Knoblauch den Cholesterinspiegel im Blut senkt und das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, halbiert. Schokolade fördert übrigens die Gehirndurchblutung und wirkt gegen Demenz. Zwiebeln senken den Zuckerspiegel des Blutes, haben also auch positive metabolische Effekte.
  • Für manche Dinge gibt es auch die richtige oder falsche Zeit: Vor zu viel Milch und Fleisch seien vor allem Menschen zwischen 45 und 65 gewarnt, zitiert Madeo eine brandneue Studie des amerikanischen Zellbiologen Valter Longo.
  • Im Kaffee, der Autophagie anwirft, sollte man allerdings auch außerhalb dieser Lebensspanne auf Milch lieber verzichten (alternativen sind Madel, Kokos- oder Reismilch).
  • Wer lange und gesund leben will, sollte zudem: nicht rauchen, das kostet durchschnittlich zehn bis 15 Lebensjahre, nicht an einer befahrenen Straße leben, eine feste Partnerschaft haben und direkte Sonneneinstrahlung limitieren.
  • "Und Ruhe ist wichtig", sagt Madeo. Mönche, die regelmäßig beten, leben länger als andere Männer - "so lange wie Frauen".
(Colette M. Schmidt, derStandard.at, 14.11.2014)

Schluckaufoder wie die Mediziner ihn nennen Singultus – hat jeder schon einmal erlebt. Doch was passiert beim umgangssprachlichen "Hicksen" im Körper - und was hilft wirklich?


Hoppla - ein Schluckauf kommt selten zur rechten Zeit

Meist ist Schluckauf harmlos und vergeht nach einigen Minuten wieder. Nur in seltenen Fällen wird er chronisch oder hat krankhafte Ursachen.


Wie kommt es zum Schluckauf?


Schluckauf ist ein krampfartiges Zusammenziehen jener Muskulatur, die während des Einatmens gebraucht wirdder sogenannten inspiratorischen Muskulatur. Vereinfacht gesagt hat der Schluckauf seinen Ursprung im Zwerchfell.
Das Zwerchfell trennt die Brust- und Bauchhöhle voneinander. Es zieht sich nach unten zusammen, wobei sich das Brustvolumen vergrößert. Durch den dabei entstehenden Unterdruck wird Luft durch die geöffnete Stimmritze in die Lunge gesaugt. Entspannt sich das Zwerchfell, strömt die Luft wieder aus der Lunge heraus.

Verkrampft sich das Zwerchfell hingegen, schließt sich reflexartig die Stimmritze zwischen den Stimmbändern. Das führt dazu, dass die Luft in der Lunge nicht entweichen kann und die einströmende Luft regelrecht gegen die geschlossenen Stimmbänder prallt. Der Druck der dabei entsteht, äußert sich schließlich im Schluckauf. Etwa 35 Millisekunden nach Beginn der Muskelkontraktion kommt es zu einem bis zu einer Sekunde dauernden "Hicksen". Wie oft in der Minute "gehickst" wird, variiert von Person zu Person.

Verantwortlich für die Zwerchfellreflexe sind in erster Linie Nerven im Gehirn, genauer gesagt im Hirnstamm.

Evolutionäres Überbleibsel?


Ob der Schluckauf physiologisch Sinn macht, ist noch unklar. Bei Erwachsenen tut er das vermutlich nicht. Anders verhält es sich bei Babys. Denn den ersten Schluckauf haben Babys bereits im Mutterleib. Er dient vermutlich dazu, den Atemreflex zu trainieren. Eine andere Theorie geht von der Annahme aus, dass der Reflex verhindert, dass Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt.

Chronisch oder akuter Schluckauf


Schluckauf tritt meist plötzlich, also akut auf und verschwindet in der Regel nach ein paar Minuten wieder. Den akuten Singultus kennt wohl jeder und fast jeder hat zumindest ein Mittel, das gegen das Hicksen hilft. Zu den bekanntesten Tipps zählen wohl ein Glas Wasser zu trinken, die Luft anzuhalten, ein in Essig getränktes Zuckerstück auf der Zunge zergehen zu lassen oder den Schluckauf-Geplagten zu erschrecken.

Viele dieser Tricks funktionieren tatsächlich. Der Grund: Die Betroffenen werden abgelenkt, wodurch sich die Atmung entspannt und sich das Zwerchfell beruhigt. Im Normalfall verschwindet der Reflex dann innerhalb weniger Minuten wieder, ist unbedenklich und bedarf keiner Behandlung.

Chronischer Schluckauf


Dauert der Schluckauf allerdings länger als zwei Tage, gilt er als chronischer Schluckauf. Das passiert aber nur sehr selten. Oft hat das Phänomen keine feststellbare Ursache (idiopathischer chronischer Schluckauf), ist aber unangenehm und belastend. Ein Singultus der länger als zwei Monate andauert, gilt gar als therapieresistent.

Wann muss ich wegen Schluckauf zum Arzt?


In den allermeisten Fällen ist es nicht notwendig wegen Schluckauf einen Arzt aufzusuchen. Tritt dieses allerdings sehr häufig bzw. häufiger als früher auf, zieht sich über einen längeren Zeitraum – etwa einen ganzen Tag – hin, kommen noch zusätzlich andere Symptome wie Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Übelkeit hinzu, sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Der erste Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt. Um die Ursache des Schluckaufs abzuklären, verweist dieser allerdings meist an Spezialisten wie etwa Gastroenterologen, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte oder andere Spezialisten.

Was kann Schluckauf auslösen?


Meist beeinflussen Verhaltensweisen bzw. Faktoren, die das Zwerchfell bzw. die zuständigen Nerven reizen, die Entstehung von Schluckauf.

Auslöser für akuten Schluckauf sind unter anderem:
  • hastiges, schnelles Schlucken beim Essen oder Trinken
  • "Luft schlucken"
  • sehr heiße oder kalte Speisen bzw. Getränke, vor allem wenn diese abwechselnd konsumiert werden
  • ein plötzlicher Wechsel der Umgebungstemperatur von Kälte zu Wärme und umgekehrt
  • hoher Alkohol- sowie Nikotinkonsum
  • psychische Faktoren wie Stress, Aufregung, Erschrecken und damit verbundenes hastiges und unregelmäßiges Atmen
In seltenen Fällen steckt hinter dem Auftreten von Schluckauf eine krankhafte Ursache. In Frage kommen mitunter Schilddrüsenüberfunktion, Leberentzündungen oder auch verschiedene den Magen-Darm-Bereich betreffend Erkrankungen. Auch Schlaganfälle oder bösartige Tumoren können einen Hicks-Reflex auslösen, sofern diese auf die Nerven des Zwerchfells einwirken.

Autoren:
Helga Quirgst,MSc
Redaktionelle Bearbeitung:
Philip Pfleger

Quelle: NetDoktor.at vom 30. 10. 2014
 

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