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Europäische Konferenz über Transplantation und körperliches Training


Am 24. und 25. Juli stand die Karl Landsteiner Universität in Krems im Zeichen von Transplantation und – nennen wir es einmal – Fitness. Denn die Essenz der hochkarätigen Vorträge war: „ Bewegung ist gut, mehr Bewegung ist besser.“ Das gilt auch für Nicht-Transplantierte.


Vortragende aus Italien, Bulgarien, Slowenien, Österreich, Korea, den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz beleuchteten verschiedene Aspekte des Themas, wiesen aber auf die in allen Ländern gleiche Problematik hin: Nach der Transplantation geht der Patient auf Reha, erhält dort ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm, das er auch ausführt. Nach der Reha ist es mit dem Sport vorbei, weil es keine begleitenden Maßnahmen gibt. Viel zu wenige Patienten raffen sich auf und bleiben in Bewegung. Möge dieser Artikel den einen oder anderen zu Bewegung und Fitness motivieren!

Mit „Bewegung“ ist aber mehr gemeint, als das Bewegen der Finger beim Tippen auf dem Computer. Doch zuerst muss der Schritt vom Nichtstun zur moderaten Bewegung gemacht werden. Das heißt: 3x/Woche 20 Minuten. Mit 70 – 80% der maximalen Herzfrequenz sollte begonnen werden. Was sich anbietet? Flottes Gehen, Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Ergometer. Alle 4 Wochen sollte dieses Training um 5 Minuten verlängert werden, bis 3x/Woche 45 Minuten trainiert wird. Gehen oder Joggen ist am billigsten; die meisten haben einen Ergometer – noch vom Trainieren VOR der TX. Diesen in Betrieb zu nehmen, während man seine Lieblingssendung im Fernsehen anschaut oder im Radio hört, verbraucht mehr Kalorien als das Abstauben des Sportgeräts.

Sportliche Betätigung
  • führt zu Muskelstärke, nicht zu Gewichtsverlust. Abgebaut wird nicht das sichtbare Fett an Bauch und Po, sondern für uns unsichtbare viscerale Fett, das im Gewebe lagert und für viele Entzündungen verantwortlich ist.
  • stärkt die Gelenke (ausgenommen Ellbogen)
  • verbessert Ausdauer und Kraft
  • steigert die Sauerstoffaufnahme
  • bedeutet Lebensqualität
  • senkt die Mortalitätsrate

Also, worauf warten wir noch? Folgen wir dem Motto der Tagung „Make a move, make a difference“ – bewegen wir uns, denn das macht den Unterschied!

Irene Turin

Smoothie: Powerdrink mit Kalorien

Die pürierten Säfte sind keine dauerhafte Alternative zu Obst und Gemüse. Sie enthalten häufig viel Zucker und weniger wertvolle Ballaststoffe.

Smoothie: Powerdrink mit Kalorien

Beim Selbermachen der Säfte kann die Schale mitverarbeitet werden. Das bringt mehr Vitamine. Bild:

Viel zu oft stecken in den vermeintlichen Powerdrinks nicht nur Vitamine, sondern auch versteckte Kalorien und zu viel Zucker. Schnell und simpel zubereitet, setzt sich ein Smoothie aus sämig püriertem Obst oder Gemüse zusammen. Die Obst- und Gemüsepalette und auch das Kühlregal geben zahlreiche, für jeden Geschmack passende Variationen des Trend-Getränks her. Auch wenn gegen den gelegentlichen Genuss dieses vermeintlichen Gesundheitsdrinks wenig einzuwenden ist, bergen Smoothies sehr wohl einige Nachteile, die gerne übersehen werden.

Verlust wichtiger Nährstoffe

Gerade in den im Kühlregal gelagerten Frucht- und Gemüsesäften steckt häufig nicht ganz so viel "Gesundheit", wie Konsumenten glauben. "Die Zusammensetzung der Säfte ist sehr unterschiedlich. Oft können diese einen großen Anteil an süßen Fruchtsäften enthalten, wodurch der Zuckergehalt wesentlich erhöht wird", sagt Fischer.

Fruchtsaft beinhaltet im Vergleich zu pürierter Frucht wesentlich weniger wertvolle Ballaststoffe. Durch hohen Zuckergehalt und niedrigen Ballaststoffgehalt sind Smoothies nicht mehr mit dem Verzehr von Obst und Gemüse gleichzustellen. Ein Teil der Vitamine geht bei der Zubereitung verloren, wenn die Schale, unter der sich die Vitamine befinden, nicht verwendet wird. Auch die Hitzebehandlung, die für eine längere Haltbarkeit notwendig ist, wirkt sich negativ auf Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe aus. "Es ist also sinnvoll, vor dem Kauf erst einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe und den Gehalt von Süßungsmitteln im Verhältnis zum Obstgehalt zu werfen", betont Fischer.

Geringeres Sättigungsgefühl

Auch Personen, die jetzt im Sommer ein paar Kilos verlieren wollen und im Smoothie eine gesunde Zwischenmahlzeit sehen, sollten diesen sehr bewusst konsumieren. Nicht nur, dass er aufgrund des häufig hohen Fruchtsaftgehaltes oft sehr zucker- und kalorienreich ist, auch das Ess- und Kauerlebnis wird nicht so intensiv wahrgenommen. "Es handelt sich zwar um eine kleine Mahlzeit, fühlt sich aber an wie ein Getränk, und somit ist auch das Sättigungsgefühl geringer. Man greift schneller wieder nach einem anderen Snack", sagt Fischer.

Selber machen und genießen

Dem Smoothie seine Vitamine gänzlich abzusprechen, ist allerdings auch nicht sinnvoll. Aus frischem Gemüse, Obst und Kräutern selbst zubereitet und frisch getrunken, fallen viele negative Aspekte der gekauften Smoothies weg.

Auch die Schale mancher Obst- und Gemüsesorten und die darunter befindlichen wertvollen Vitamine können in diesem Fall mitverarbeitet werden. Mit zwei Drittel Gewichtsanteil sollte der Gemüse- und Kräuteranteil überwiegen. Zucker, Honig oder andere Süßungsmittel gehören nicht auf die Zutatenliste.

Artikel aus nachrichten.at

Salmonellen

Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelvergiftungen


Salmonellen sind Bakterien. Sie können Erkrankungen mit Durchfall, Fieber, Erbrechen und Bauchschmerzen verursachen. Bei manchen Menschen können diese Erkrankungen auch tödlich verlaufen.

Die Erkrankungen werden fast immer durch das Essen von Lebensmitteln verursacht, die mit Salmonellen verunreinigt sind.

Hält man bei der Aufbewahrung und Zubereitung von Lebensmitteln einige wichtige Regeln ein, dann kann man solche Erkrankungen vermeiden!

Wie kommen Salmonellen in die Küche?
  1. Mit Lebensmitteln wie Geflügel, Fleisch, Eiern, Fisch und Meeresfrüchten (z.B. Muscheln, Austern, ...);
  2. durch Haustiere und durch Menschen.

Wo sich Salmonellen befinden können:

auf rohem Geflügel, Geflügelteilen und Innereien von Geflügel
auf rohem Fleisch, vor allem Faschiertem
auf rohem Fisch und rohen Meeresfrüchten
auf der Eischale und im Inneren von Eiern
im Darm von Mensch und Tier
Salmonellen treten daher auch im Stuhl von Menschen und im Kot von Haustieren auf.

 
Worauf beim Umgang mit Lebensmitteln besonders zu achten ist:

Geflügel muss gut und flüssigkeitsdicht verpackt sein.
Geflügel, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte dürfen mit anderen Lebensmitteln nicht in Kontakt kommen.
Eier nur in bruchsicheren Behältnissen transportieren.
Bricht ein Ei, Eiklar und Dotter von anderen Lebensmitteln fernhalten.

 
Vorerst vier wichtige Hinweise:
  • Salmonellen vermehren sich rasch bei Raumtemperatur, in lauwarmen Speisen, Kartoffelsalat, auch in nicht gekühlten Puddings, Cremen, ...
  • Den Kühlschrank daher auf niedrige Stufe einstellen – nicht mehr als +4 °C. Bei Kühlschranktemperaturen vermehren sich Salmonellen kaum.
  • Braten, Backen, Kochen, Grillen – also durchgehend starkes Erhitzen der Speisen – tötet Salmonellen ab. Die Temperatur muss im Inneren der Speisen mehr als +75 °C betragen.
  • Tieffrieren tötet Salmonellen nicht ab.

Wie kann man Erkrankungen vorzubeugen?  

durch richtige Lagerung und Zubereitung:
  • rohe Eier, rohes Geflügel, rohes Fleisch, rohen Fisch und rohe Meeresfrüchte verpackt oder abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Darauf achten, dass nichts davon andere Lebensmittel verunreinigt.
  • Hände waschen nach Arbeiten mit rohen Lebensmitteln
  • Geschirr und Geräte, die für Arbeiten mit rohen Lebensmitteln verwendet wurden, nicht mit fertig zubereiteten Speisen in Berührung bringen
  • Kartoffel, Küchenkräuter Zwiebel usw. nur auf sauberem, zuvor nicht für andere Zwecke benutztem Schneidbrett und mit sauberem, gewaschenem Messer zerkleinern
  • Alle Speisen gründlich durcherhitzen und darauf achten, dass beim Braten, Backen, Kochen, Grillen usw. die Temperatur im Inneren der Speisen mehr als +75 °C beträgt, dass also das Innere dieser Speisen nicht roh oder halbgar ist.
  • Kartoffelsalat und andere Salate mit viel Essig zubereiten
  • Fertig zubereitete Speisen bis zur Abgabe heiß halten (mehr als +75 °C),  oder rasch abkühlen und im Kühlschrank aufbewahren
·         Reste von Panier nicht aufbewahren
Speisen und Gerichte, die vermieden werden sollten:
Alle Speisen mit rohen Eiern, bzw. mit Eiern, die nicht genug erhitzt wurden
 
Auftauen von tiefgefrorenem Geflügel, Fisch, Fleisch, Meeresfrüchten:
 
Hier ist besondere Vorsicht geboten:
  • im Kühlschrank auftauen lassen
  • Auftausaft in einem Gefäß auffangen und dieses mit heißem Wasser/im Geschirrspüler reinigen
  • Auftausaft sofort wegschütten
 
Sauberkeit in der Küche:
  • Arbeitsplatz peinlich sauber halten
  • Einwegtücher verwenden
  • rohe Lebensmittel und fertig zubereitete  Speisen streng trennen
  • Alles, was zum Schneiden von rohen Lebensmitteln verwendet wurde, sofort heiß waschen
  • Eierschalen und Verpackungsmaterial von rohen Lebensmitteln sofort zum Abfall geben
  • Abfälle in verschließbaren Behältern sammeln; nicht in der Küche lagern
  • Keine Haustiere in der Küche!
 
Reinigung / Desinfektionsmittel
  • Hände:
    in der Regel genügen warmes Wasser und Seife
  • Geschirr:
    Geschirrspüler auf +65 °C oder mehr
  • Waschen mit Spülmittel und heißem Wasser ist ausreichend. Heiß nachspülen (65 Grad)
  • Desinfektionsmittel:
    Anwendungsvorschrift (Konzentration und Einwirkzeit) genau einhalten
 
Persönliche Sauberkeit

Der Mensch kann Salmonellen in der Küche und in die Küche verschleppen. Er kann selbst Ausscheider und Überträger von Salmonellen sein.
  • Vor Arbeitsbeginn und nach jeder Arbeit mit rohen Lebensmitteln:
    Hände gründlich mit Seife und warmem Wasser waschen
  • Nach jeder Schmutzarbeit:
    Hände gründlich mit Seife und warmem Wasser waschen
  • Nach der Toilette:Hände gründlich mit Seife und viel warmem Wasser waschen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man an Durchfallerkrankungen leidet!
  • Zum Abtrocknen: Einwegtücher verwenden
  • Arbeitskleidung in der Küche: sauber, hell, kochfest
  • Fingernägel sollten sauber, nicht lackiert und kurz geschnitten sein
  • Keine Armbanduhr, keinen Schmuck an Händen und Fingern tragen
  • Keine Speisen zubereiten oder ausgeben,
    wenn man an Hautausschlägen, Entzündungen oder Eiterungen an Händen, Armen, Kopf oder Hals leidet oder wenn man an einer Erkältung erkrankt ist
  • Verletzungen an Händen oder Armen mit einem wasserdichten Verband abdecken
  • Bei Auftreten von Durchfall einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen
  • Während der Zubereitung von Speisendarauf achten, nicht mit Haustieren in Berührung zu kommen.

Quelle: BMG 2014

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
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