Suchen

SN durch Wasser abnehmenJedes Glas Wasser, das wir mehr trinken, wirkt sich günstig auf die Gesundheit aus. Wer nicht gänzlich auf Limonade und Co. verzichten will, kann zumindest auf deren Zuckergehalt achten.

Amerikanische Wissenschafter wollten es genau wissen und stellten die Frage: Macht Wasser tatsächlich schlank? Zur Beantwortung analysierten die Forscher die Ernährungsgewohnheiten von 18.300 Erwachsenen. Das Ergebnis lautet: Wasser kann schlank machen. Es hilft uns sowohl beim Halten des Gewichts als auch beim Abnehmen.

Wer seinen täglichen Wasserkonsum um ein bis drei Gläser (je zirka 240 ml) erhöht, verringert dadurch die Energieaufnahme pro Tag um 68 bis 205 Kilokalorien. Wollte man diese Energie durch Bewegung verbrauchen, müsste man 15 bzw. 45 Minuten zu Fuß gehen- zwei bis sechs Kilometer bei moderatem Tempo.

Wasser vermindert aber nicht nur die Energieaufnahme. Es beeinflusst unser gesamtes Ernährungsverhalten. Bei einer Steigerung des Wasserkonsums um ein bis drei Gläser (je zirka 240ml) verringert sich der tägliche Zuckerkonsum um fünf bis 18 Gramm. Die Cholesterinaufnahme sinkt um sieben bis 21 Gramm und auch die Salzaufnahme wird deutlich weniger. Zahlreiche Studien belegen, dass gezieltes Trinken von Leitungs- oder Mineralwasser zur Vermeidung von Übergewicht beitragen kann.

Andere Getränke sind heute zwar weniger süß als früher, aber der Unterschied zu Wasser bleibt groß. Aktuelle Studiendaten des versorgemedizinischen Instituts SIPCAN zeigen, dass eine durchschnittliche Limonade in Österrreich rund 110 Gramm Zucker pro Liter enthält. Um diese 451 Kalorien zu verbrennen, müsste man 100 Minuten oder eine Strecke von 13 Kilometern zu Fuß gehen - stattdessen könnten wir einfach nur Wasser trinken.

Erfreulich ist, dass die Wissenschafter eine allgemeine Verringerung des Zuckergehalts in Getränken feststellten. Im Jahr 2012 hat ein Getränk im österreichischen Handel noch durchschnittlich 7,36 Gramm Zucker pro 100 ml enthalten. Heute sind es nur mehr 6,80 Gramm. Diese Verringerung mag wenig erscheinen. Umgerechnet auf den Gesamtkonsum von zuckerhaltigen, nicht alkoholischen Getränken bedeutet dies jedoch, dass in Österreich 5500 Tonnen weniger Zucker getrunken werden. Würde man diese Zuckermenge in Ein-Kilogramm-Packungen füllen, könnte man damit 17 Fußballfelder bepflastern oder die Autostrecke von Salzburg nach London.

Im Kampf gegen Übergewicht und Stofwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus kommt es auf jedes Zehntelgramm Zucker an, das eingespart wird. Wer nicht ganzauf zuckerhaltige Getränke verzichten möchte, sollte darauf achten, dass das Getränk nicht mehr als 7,4 Gramm Zucker pro 100 ml enthält. Diese Zahl ist von einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur maximalen Zuckeraufnahme pro Tag abgeleitet. Achten Sie also auf das Etikett des Getränks. Oder nutzen Sie die kostenlose App, die die Forscher von SIPCAN entwickelt haben. Darin sind mehr als 550 Getränke nach ihrem Zuckergehalt sortiert.

Für Erwachsene, speziell aber auch für Kinder ist es wichtig, sich an weniger Süße zu gewöhnen. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Softdrink-Konsum und Übergewicht. Deshalb werden immer mehr Kinder mit Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Diese Erkrankung war früher als Altersdiabetes bekannt.
 Daher sollte bereits Kindern beigebracht werden, auf den Zuckergehalt von Getränken zu achten und dass Wasser der ideale Durstlöscher ist. Die Initiative "schlau trinken" setzt genau hier an. Bei diesem in Österreich entwickelten Programm fördern Pädagogen gezielt das Trinken von Wasser. Auf diese Weise gewöhnen sich die Schülerinnen und Schüler ans Wassertrinken und der Körper ist über den ganzen Vormittag mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Das beeinflusst nicht nur die Gesundheit positiv, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit.

Wasser kann zwar keine Abnehmwunder bewirken, es hilft aber, die Energieaufnahme zu reduzieren und unser Ernährungsverhalten positiv zu beeinflussen. Jedes Glas, das wir mehr trinken, wirkt sich günstig aus.

Dir. Univ.-Prof Dr. Friedrich Hopplicher,
Facharzt Innere Medizin, Zusatzfächer Endokrinologie, Stoffwechsel & Diabetes, Kardiologie. Vorstand Abteilung Innere Medizin,
Ärzlicher Leiter Krankenhaus Barmherzige Brüder Salzburg,
Vorstand SIPCAN/Initiative für ein gesundes Leben

Welt-COPD-Tag 2016: Ein Leben mit chronischer Lungenerkrankung meistern – Informationen, Unterstützung und Tipps für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen

Österreich (OTS) - Anlässlich des Welt-COPD-Tags 2016, der am 9. November begangen wurde, veröffentlichte die Redaktion von „Mehr Luft“ (www.mehr-luft.at), das Portal für Menschen mit Atemwegserkrankungen und deren Angehörige, einen interaktiven Onlinekurs für COPD-Patienten, der im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien vorgestellt wurde.

Leidet der Patient an COPD, Asthma oder einer anderen Lungenkrankheit, sind Tätigkeiten wie Treppensteigen, Gartenarbeit oder dem Bus nachzulaufen oft kaum oder gar nicht mehr möglich. Im fortgeschrittenen Stadium können schon kleinste Anstrengungen Atemnot verursachen. Den Alltag zu meistern ohne schnell aus der Puste zu kommen und endlich wieder aktiv am Leben teilhaben zu können, dafür verbindet der interaktive Kurs auf www.mehr-luft.at nützliche Alltagstipps mit Anleitungen für spezielle Atemtechniken und richtiges Training und hilft dem Patienten selbst aktiv zu werden und seine Lebensqualität spürbar zu erhöhen.

Entwickelt wurde der Kurs unter der medizinischen Leitung von Prim. Dr. Gert Wurzinger, Vorstand der Pulmologischen Tagesklinik des LKH Graz Süd-West. Neben ihm kamen beim Pressegespräch auch die Experten ao.Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schoberberger vom Zentrum für Public Health und die Fachärzte für Lungenheilkunde Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl, KH Hietzing, und OÄ Dr. Kathrin Hörmannstorfer-Fessl, GZ Wien-Süd, zu Wort. Aus eigener Erfahrung berichten konnten wiederum die selbst betroffenen Lungenpatienten Johann Rapp, Darsteller im Onlinekurs sowie 2. Vorstand des Alpha1 Österreich gem.V., und Günther Wanke, Obmann des Lungenfibrose Forums Austria. Sie bestätigen: mit geringem Aufwand und kleinen Tricks, die einfach und unkompliziert in den Alltag zu integrieren sind, können große Erfolge erzielt werden.
Die Veranstaltung „Organe schützen, Informationen nützen“ - organisiert von Claus Pohnitzer von der Selbsthilfe Niere - fand heuer zum dritten Mal statt, erstmals unter Beteiligung des Verbands HLuTX. Das Motto war „Quo vadis TX ?“

Ca. 170 Teilnehmer verfolgten das Programm, das mit parallel gehaltenen organspezifischen Vorträgen begann. Prof. Dr. Daniel Zimpfer, Leiter des VAD-Programms der MedUni Wien /AKH, hielt einen spannenden Vortrag über die Zukunft der Herztransplantation und der technischen Unterstützungssysteme. Die gut 30 Zuhörer erfuhren das Neueste über den Stand der Technik und zukünftige Möglichkeiten. Jene, die nicht dabei waren, haben eine interessante Möglichkeit zur Information verpasst. 

Herzinsuffizienz als Volkskrankheit wird vielfach unterschätzt. Während andere Krankheitsbilder fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert sind, wird Herzinsuffizienz immer noch nicht als Bedrohung ernst genommen – dabei sterben wesentlich mehr Patienten daran als an vielen Krebsarten.

An Unterstützungssystemen (Ventrikular Assist Devices, VAD) wird seit über dreißig Jahren geforscht und entwickelt. Sie werden heute hauptsächlich als Überbrückung bis zu einer HTX eingesetzt – damit wird die Sterberate auf der Warteliste drastisch reduziert. Schon heute werden in Wien mehr VADs eingebaut als Herzen transplantiert. Diese Geräte haben inzwischen einen technischen Stand erreicht, der sie nicht nur als Überbrückung, sondern in zunehmendem Ausmaß als Dauerlösung tauglich macht. Damit kann der zunehmende Mangel an Spenderorganen kompensiert werden, s.a alive! 17, „HTX aus Sicht Betroffener", Juni 2016. 

vad 10 jahre neu (1)


Der größte Nachteil im Alltag ist die Notwendigkeit, das Steuergerät und die Batterien einschließlich Reserve außerhalb des Körpers in einer Gürteltasche zu tragen. Nicht angenehm, aber erträglich. Die Leitungen müssen durch die Haut zum Herz geführt werden, die Eintrittsstelle muss täglich neu desinfiziert und verbunden werden, um die Infektionsgefahr zu reduzieren. Deswegen kommt ein intensiver Kontakt mit Wasser nicht in Frage. Auch das Bewusstsein, dass die Lebensfunktion von einem technischen Gerät abhängt, dass man rechtzeitig die Batterien tauschen und laden muss, kann zu einer Belastung werden.

Die Entwicklungsarbeiten zielen generell in folgende Richtungen:

  • Vollkommen in den Körper einbaubares Gerät, geschlossenes System
  • Weitere Erhöhung der Lebensdauer und Zuverlässigkeit
  • Weitere Miniaturisierung, um Einbau ohne Öffnen des Brustkorbs zu ermöglichen.

Faszinierender Gedanke, mit einem in den Brustkorb samt Batterien und Steuergerät implantierten VAD herumzulaufen und über Nacht durch eine elektromagnetische Spule in der Matratze aufzuladen. Grundsätzlich ist das machbar, in der Praxis scheitert es heute an der Verfügbarkeit von Batterien mit der entsprechenden Kapazität und Lebensdauer. Der rasante Fortschritt in der Batterieentwicklung, getrieben nicht nur vom medizinischem Bedarf, sondern vor allem von der immer aktueller werdenden Elektromobilität, lässt diese Möglichkeit in einigen Jahren realistisch erscheinen. Auch die Langzeitwirkung einer Induktiv-Aufladung ist noch wenig erforscht.

                Morgen                            Heute
vad 10 jahre neu (2)
vad 10 jahre neu (3)
Die Miniaturisierung der Geräte schreitet munter fort. Es ist denkbar, dass in Zukunft die Unterstützungssysteme so klein sind, dass sie direkt ins Herz oder nahe dran implantiert werden können. Ein Einbau ohne Öffnung des Brustkorbs ist in Reichweite. Das ist für die Patienten ein unschätzbarer Vorteil, die Erholung sollte viel schneller von Statten gehen.

In weiterer Zukunft ist mit zwei Entwicklungen zu rechnen:

Erstens die Entwicklung einer Pumpe, deren Leistung bedarfsgesteuert ist und die einen pulsierenden Blutstrom erzeugt, um die Funktion des Herzes möglichst getreu nachzubilden.

Und zweitens die Kombination von Pumpen-Unterstützung mit Stammzellentherapie des Herzmuskels, um die Regeneration zu beschleunigen und zu verstetigen.

vad 10 jahre neu (4) vad 10 jahre neu (5)
Alles in allem, so meint Prof. Zimpfer, werden die mechanischen Geräte die Herztransplantation in Zukunft noch viel mehr entlasten und unterstützen, aber sie nicht vollständig ersetzen können.

Ulf Ederer nach einem Vortrag von
Ass. Prof. Dr. Daniel Zimpfer, MedUni AKH Wien

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
E-Mail:

Unser Spendenkonto

Bankverbindung: Erste Bank

IBAN: AT762011128943599100

Folgen Sie uns auf

facebook logo

Zum Seitenanfang