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Gefahr durch Schimmelpilz in HerbstlaubBei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann er schwere Lungenentzündungen auslösen.

Die Bäume und Sträucher in unseren Gärten werfen jetzt ihre Blätter ab – und Hobbygärtner rechen tagtäglich fleißig das Laub zusammen, das auf der Wiese liegt. "Immungeschwächten Personen würde ich davon abraten. Diese können sich eine gefährliche und schwer therapierbare Lungenentzündung einfangen", sagt Walter Aichinger, Primar des Pathologischen Instituts am Klinikum Wels-Grieskirchen und Präsident des Roten Kreuzes Oberösterreich.

Der Schimmelpilz namens "Aspergillus fumigatus" liebt nämlich nasses Laub und gedeiht darin hervorragend. Während Blätter, die noch an den Bäumen hängen, genügend Abwehrkräfte gegen den Schimmelpilz besitzen, bietet das Laub einen idealen Nährboden für den dafür. Wird das Laub dann durch das Rechen durcheinandergewirbelt, fliegen die Schimmelsporen durch die Luft – und können eingeatmet werden.

Ältere Menschen, Krebspatienten und Menschen mit schweren Virusinfektionen können durch das Einatmen des Pilzes "Aspergillus fumigatus" an einer Form der Lungenentzündung erkranken, die besonders schwer zu therapieren ist. "Während andere Pilze nur bei warmen Temperaturen gedeihen, machen dem Laub-Pilz auch herbstliche Temperaturen nichts aus", sagt Primar Aichinger.

Quelle: OÖ-Nachenrichten vom 3. Nov. 2015
Transplantationspatienten sollten besser nicht an verkehrsreichen Straßen leben.

Amsterdam. Menschen mit transplanteirten Lungen, die in der Nähe von stark befahrenen Straßen leben, sterben eher oder erleiden häufiger eine Abstoßung des Organs als solche an Orten mit sauberer Luft. Zu diesem Resultat kommt eine Studie. Das Sterberisiko für Transplantierte stieg um zehn Prozent für Patienten an Orten, wo die Luftverschmutzung über den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwerten lag.


Der WHO zufolge sollte die Konzentration von Partikeln unter zehn Mikrometern Grße 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nicht übersteigen. Der Anstieg des Risikos wurde nicht bei Patienten beobachtet, die sogenannte Makrolide einnahmen. Diese Pillen erhalten Transplantierte, wenn eine Entzündung oder eine Organabstoßung auftritt. Das berichtete David Ruttens von der belgischen Universität Löwen am Jahreskongress der Atemwegs-Gesellschaft in Amsterdam.

An der Untersuchung haben erstmals 13 Transplantationszentren teilgenommen. So kamen Daten von mehr als 5700 Patienten zusammen, die zwichen 1985 und 2012 eine Lunge erhalten hatten. Bis 2013 waren 2577 der Patienten gestorben und 2688 hatten eine Abstoßungsreaktion. Dabei zeigte sich ein Zusammenhang mit der Dichte des Straßennetzes am Wohnort: Pro 100 Kilometer Zunahme der Straßenlänge stiegen das Abstoßungsrisiko um zehn Prozent.

Quelle: Salzburger Nachrichten


Die Mehrheit aller tödlichen Herzinfarkte in Deutschland betrifft Frauen, berichtet der deutsche Mediendienst obx-medizindirekt. Was sind die Ursachen? Was lässt sich dagegen tun?

Obwohl der Herzinfarkt immer als typische Erkrankung der Männer, insbesondere der forschen Managertypen galt, sind in Deutschland inzwischen mehr als 130.000 Frauen jährlich vom Herzinfarkt betroffen. Und was noch schlimmer ist: Mehr als die Hälfte von ihnen überleben den ersten Infarkt nicht. Damit ist die Überlebenschance von Frauen deutlich geringer als die von Männern.
Der wichtigste Grund dafür ist, dass Frauen zu wenig über Risikofaktoren und Symptome, über Herzschutz im Alltag und herzgerechte Ernährung erfahren. Damit könnten allerdings mehr Leben gerettet werden als mit allen Herz- und Kreislaufmedikamente zusammen.

Frauen brauchen andere Informationen als Männer

Männern wird seit 30 Jahren erfolgreich ins Gewissen geredet, ihre Risikofaktoren für Herzinfarkt zu verringern. Mit gutem Ergebnis: Seit 1985 ist die Zahl der Infarkte bei deutschen Männern um 25 % zurückgegangen. Bei Frauen ist sie dagegen fast gleich geblieben. Aber die Zunahme der Herzinfarkt- und Sterberate bei Frauen ist nicht nur auf fehlende Information zurückzuführen. Es gibt auch verschiedene Risikofaktoren, die bei Frauen erheblich schwerer wiegen als bei Männern.

  • Frauen, die rauchen und gleichzeitig die Anti-Baby-Pille nehmen, haben ein 20 Mal höheres Infarktrisiko als Nichtraucherinnen – das wissen vor allem jüngere Frauen kaum.
  • Berufstätige Frauen sind durch ihre Doppelrolle in Beruf und Familie einer viel höheren Stressbelastung als Männer ausgesetzt.
  • Bei Frauen erhöht sich das Risiko bei erhöhten Triglyzeriden etwa doppelt so stark wie bei Männern. Auch niedrige Werte des „guten Cholesterins HDL“ wirken sich bei ihnen negativer aus.
  • Diabetikerinnen sind sechsmal stärker als gesunde Frauen durch Herzinfarkt bedroht – und damit doppelt so sehr wie Männer.
  • Frauen werden nach erlittenem Herzinfarkt durchschnittlich 30 Minuten später in ein Krankenhaus gebracht als Männer. Dabei kommt es beim Infarkt auf jede Minute an. Daher sterben auch mehr Frauen als Männer mit Herzinfarkt vor dem Erreichen des Krankenhauses.

 

Inzwischen bezeichnen Ärzte das Zusammentreffen der Risikofaktoren Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung bei Frauen als „tödliches Quartett“.

Allerdings lassen sich die meisten der gravierenden Risikofaktoren bei Frauen durch Umstellung der Lebensweise entscheidend beeinflussen. „95 Prozent aller Herzinfarkte, die Frauen in Westeuropa betreffen, wären durch einen herzgesunden Lebensstil vermeidbar“, erklärt der Herzspezialist Prof. Alois Sellmayer von der Universitätsklinik München. Eine fettärmere, an Gemüse, Salat, Obst und Vollkornprodukten reichere Ernährung, regelmäßige körperliche Bewegung, Abbau von Übergewicht und der Abschied vom Zigarettenrauchen sind die Hauptpunkte bei dieser Präventionsmaßnahme.

Frauen leiden anders

Wenn Frauen mit Herzinfarkt durchschnittlich erst nach zweieinhalb Stunden und damit 30 Minuten später als die Männer in die Klinik kommen, liegt das auch daran, dass der Infarkt bei Frauen andere Beschwerden als bei Männern verursacht. „Bei nahezu jeder zweiten Frau treten die klassischen Infarktbeschwerden wie Engegefühl in der Brust und ausstrahlende Schmerzen in den linken Arm überhaupt nicht auf“, erklärt die Kardiologin Prof. Verena Stangl von der Charité in Berlin. Zusätzlich zu den allgemeinen Symptomen wie Angstzustände oder Schmerzen, die in Zähne oder Kiefer ausstrahlen, gibt es Anzeichen, die überwiegend nur bei Frauen auftreten.

Typisch weibliche Symptome

Als typisch weiblichen Komplex von Symptomen nennt Prof. Stangl Kurzatmigkeit, ungewöhnliche Müdigkeit, Schlafstörungen, Übelkeit und Erbrechen sowie Schmerzen in Nacken und Hals. Wenn Frauen über diese Anzeichen besser Bescheid wüssten, würden sie im Notfall auch eher an einen Herzinfarkt denken und den Notarzt rufen. Denn jede Minute kann dann über Leben und Tod entscheiden.

So vermeiden Sie den Herzinfarkt

  • Um 50 % kann laut Prof. Sellmayer das Risiko verringert werden, wenn das Rauchen aufgegeben wird.
  • Um 36 % sinkt das Risiko, wenn die Ernährungsweise „herzgesund“ umgestellt wird: Mehr als 400 g Obst und Gemüse pro Tag, viele Vollkornprodukte und Nüsse, nur mageres Fleisch, zweimal wöchentlich fetter Fisch, moderater Alkoholkonsum, wenig gesättigte Fettsäuren und möglichst geringe Kochsalzzufuhr (weniger als sechs Gramm pro Tag).
  • Verschaffen Sie sich regelmäßig Bewegung durch Sport (drei- bis viermal pro Woche zwischen 20 und 40 Minuten). Auch täglich 30 Minuten schnelles Gehen hat einen vorbeugenden Effekt.
  • Runter mit dem Übergewicht. Der Taillenumfang sollte unter 88 liegen – am besten bei 80.
  • Achten Sie auf Ihren Blutdruck. Er sollte deutlich unter 140/90 mm Hg liegen.
  • Die Blutfettwerte sollten normalisiert werden: Das LDL-Cholesterin unter 130, das HDL über 45, die Triglyzeride unter 200 mg/dl.
  • Die Stressbelastung in Beruf und Familie nach Möglichkeit verringern.

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
E-Mail: verband@hlutx.at

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