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waldspaziergang rudiKlima in einem Wald ist günstig für Parasympatikus und Immunsystem.

Waldspaziergänge trotz unwirtlichen Wetters? "Gerade im Winter sollte man das tun", sagt der Biologe Clemens Arvay. Die Wissenschaft habe in den vergangen Jahren belegen können, was viele Menschen intuitiv spüren: Der Aufenthalt in der Natur, aber vor allem in Wäldern stärkt im Winter das Immunsystem.

Viele Menschen leiden zur dunklen Jahrezeit unter Stimmungsschwankungen und einem geschwächten Immunsystem. Beiden lässt sich durch Waldspaziergänge entgegenwirken. Denn der Wald wirkt positiv auf das parasympathische System, das gegen chronischen Stress wirkt und die Stimmung hebt. Der Parasympathikus ist eine der drei Komponenten des vegetativen Nervensystems. Er ist beteiligt an der unwillkürlichen Steuerung der meisten inneren Organe und des Blutkreislaufs. Er wird auch als "Ruhenerv" bezeichnet, da er dem Stoffwechsel, der Erholung und dem Aufbau körpereigener Reserven dient.

"Gleichzeitig atmen wir im Wald von den Bäumen abgegebene Terpene ein, die unsere Abwehrzellen gegen gefährliche oder kranke Zellen vermehren", sagt der Biologe. Denn der Wald stärkt das Immunsystem noch auf besondere Weise. Bäume, im Winter vor allem die aktiver bleibenden Nadelbäume, geben Terpene ab. Das sind Botenstoffe, die im menschlichen Körper die Anzahl und die Aktivität der natürlichen Killerzellen erhöhen. Diese Killerzellen wirken dann gegen Viren wie Schnupfenviren, aber auch gegen potenzielle Krebszellen.

"Wer viel im Wald ist, kommt auf jeden Fall gesünder durch den Winter", sagt Arvay. Stress und schlechte Laune belasteten den Organismus. Stressabbau bei einem Spaziergang druch den Wald hingegen entspanne den Körpger, der dadurch gegen die nächste Attacke von Viren und Bakterien gestärkt werde, schreibt Arvay in seinem Buch "Der Biophilia-Effekt - Heilung aus dem Wald" (edition a).

Salzburger Nachrichten