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Wer in Bewegung ist, hält auch sein Gehirn beweglich, sagt ein US-Forscher.
Hunderte Sudokus aufzulösen hat dagegen wenig therapeutischen Wert.


Wanderer - herztransplantation(SN) Zu Fuß gehen. Das ist nicht nur gut für den Kreislauf und für das Herz, sondern offenbar auch sehr gut für unser Gehirn. Denn in Bewegung zu sein,und das gleich mehrmals am Tag, senkt nachweislich das Risiko, an einer Demenz zu erkranken.
Das fand der US-Neurologe Kirk Erickson von University Pittsburg heraus. Bisher war schon bekannt, dass sportliche Betätigung, zweimal pro Woche ausgeführt, das Risiko senkt, an Demenz zu erkranken. Und zwar um bis zu 60 Prozent.
Es geht bei der Untersuchung über den Zusammenhang von Bewegung und geistiger Fitness nicht nur um Demenz, also um das Abnehmen geistiger und emotionaler Fähigkeiten: Es ging dem Neurologen auch um die spezielle Erkrankung Alzheimer. 15 Kilometer pro Woche spazieren gehen. Das würge laut Erickson schon ausreichen, um ein mögliches Alzheimer Risiko um bis zu 50 Prozent zu senken.
Nicht jeder, der Dinge vergisst, muss denken, dass er beginnenden Alzheimer hat. Zum Beispiel, wenn man seine PIN-Nummer vergisst oder den Einkaufszettel daheim liegen lässt, den man extra geschrieben hat, damit man nichts vergisst. Gelegenheiten für solche peinlichen Momente gibt es im Alltag genügend.
Doch oft ist einfach Arbeitsüberlastung in Beruf und Familie die Ursache davon. Solche Konzentrationsstörungen zeigen, dass der Stresspegel zu hoch ist. Mit zunehmenden Alter ist es Außerdem normal, dass man etwas langsamer wird, auch im Denken. Die Erfahrung eines langen Lebens macht diese Defizite mehr als wett.
Doch häufen sich solche Vorfälle, wird man unruhig. Mediziner sagen: Es gibt typische erste Warnzeichen, die man ernst nehmen sollte. Zum Beispiel kann man sich plötzlich nicht mehr im Supermarkt orientieren, den man schon lang kennt, und muss nachdenken, wo die Nudeln stehen. Oder man vergisst die Suppe zu salzen. Oder man kann sich beim Ausfüllen von Formularen nicht konzentrieren. Bei langen Sätzen verspricht man sich. Und - auch ein wichtiges Anzeichen - man kann sich einfach auf Nichts mehr so richtig freuen. Es fehlt der Schwung im Leben.
Wer das und Ähnliches häufig erlebt, sollte das unbedingt seinem Arzt mitteilen. Denn sollte das der Beginn von Alzheimer sein, muss man so früh wie möglich mit einer medikamentösen Therapie beginnen. Dann kann man die Krankheit, das Schrumpfen bestimmter Hirnareale, zwar nicht verhindern, aber doch beträchtlich bremsen.
Die Diagnose ist derzeit noch nicht ganz einfach und passiert hauptsächlich mittels eines psychologischen Tests. Das Gehirn selbst kann man zu Lebzeiten des Patienten nicht auf diese speziellen Eiweißablagerungen untersuchen, die der Auslöser der Krankheit sind, oder vielmehr sein können. In ein paar Jahren soll ein bildgebendes Verfahren zur Verfügung stehen, das dann präziser- und vor allem - sehr früh diese Ablagerungen feststellen kann. Ob dann Alzheimer bei diesem Menschen ausbricht oder nicht, ist ungeklärt. Alzheimer hat auch eine genetische Komponente. Trotzdem haben Angehörige eines Patienten nur ein gering erhöhtes Risiko, selbst daran zu erkranken.
Es gibt aber die begründete Annahme, dass der Lebensstil einiges dazu beitragen kann. Zu hohe Cholesterinwerte und eine Insulinresistenz - am häufigsten hervorgerufen durch Fettleibigkeit und Diabetes - werden häufig als Faktoren genannt, die das Ausbrechen von Alzheimer begünstigen.
Daher ist auch die der Ernährung ein wichtiger Faktor um Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im Speziellen vorzubeugen. Nicht zu viel, nicht zu fett, nicht zu süß - das sind probate Grundpfeiler einer gesunden Ernährung. Gemeinsam mit einer vernünftigen- täglichen - Bewegung kann man auch bis ins hohe Alter geistig fit bleiben.
Hunderte Rätsel lösen soll laut einiger Neurologen nicht die erhoffte positive Wirkung für die kognitive Leistung eines Gehirns bringen. Ständig etwas Neues zu lernen und seinen geistigen und emotionalen Horizont zu weitern sind dagegen beides Lebensqualitäten, die das Gehirn flexibel und fit halten dürften.
Weltweit werden in den nächsten 40 Jahren 682 Millionen Menschen mit Demenz leben. Das sind so viele Menschen wie in Europa leben (738 Millionen). In Österreich sind aktuell 110.000 Menschen an Alzheimer erkrankt.

SN vom 18. September 2013 (Barbara Morawec)

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