LKH Feldkirch

 

Primar Priv.Doz.Dr. Matthias Frick
Primar Priv.-Doz. Dr. Matthias Frick

Seit Juli 2018 besitzt das LKH-Feldkirch drei Katheterlabore. In den sogenannten Katheterlaboren werden kardiologische, angiologische und radiologische Untersuchungen in allen Abschnitten des Körpers durchgeführt.

Somit stehen 2 Herzkatheterplätze, sowie ein Angiographieraum und einer Holding Area den Patienten zu Ver-fügung.
Das Herzkatheterlabor hat eine 24/7/365 Tage-Rufbereitschaft. Ein Facharzt und zwei Pflegefachkräfte sind auf Abruf verfügbar. Die Labore sind auf dem neusten Stand der Medizintechnik.

Wartezeiten für Untersuchungen werden somit abgebaut.

TX-Patienten müssen somit auch nicht mehr in andere Kliniken ausweichen, alle Untersuchungen werden in LKH-Feldkirch angeboten und ausgeführt.

Für TX- Patienten ist daher auch eine lückenlose wohnortnahe Versorgung gewährleistet.

Langjährige Masterplanung

Die Erweiterung der Katheterlabor-Kapazitäten ist Teil des langjährigen Masterplans für die Landeskrankenhäuser und für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Damit wird auch der demographischen Entwicklung der Bevölkerung Rechnung getragen.

In den Verantwortungsbereich der Inneren Medizin I fallen die Kardiologie, inklusiver interventioneller Kardiologie, die Angiologie (Gefäßerkrankungen), Endokrinologie (Funktion der Drüsen) und Diabetologie sowie die internistische Intensivmedizin.

„Interventionell“ bedeutet die Durchführung von Herzkatheteruntersuchungen bei akuten (Herzinfarkt) und chronischen Durchblutungsstörungen an den Herzkranzgefäßen.

„Im LKH Feldkirch werden alle üblichen Katheteruntersuchungen und -behandlungen von Herzerkrankungen durchgeführt. Außerdem besteht hier auch die Möglichkeit, alle Patienten mit Gefäßerkrankungen in unterschiedlichen Gebieten in einer Abteilung zu behandeln“, beschreibt Primar Priv.-Doz. Dr. Matthias Frick, das breite Spektrum seiner Abteilung.

Kreislauferkrankungen sind noch immer die häufigste Todesursache weltweit auch in Österreich bzw. in Vorarlberg.

Die Spitze der Statistik bilden die sog. Durchblutungsstörungen im Gehirn, gefolgt von jenen im Herzen.

In Österreich erleiden ca. 275 von 100.000 Personen einen Schlaganfall.


Primar Priv.-Doz.Dr. Matthias Frick

Abteilungsvorstand
Abteilung Innere Medizin I, Kardiologie, Angiologie, Endokrinologie, Diabetologie, Intensivmedizin

- 22 Fachärzte
- 11 Assistenzärzte
- 44 Betten Normalstation,
- 8 CCU( Coronary Care Unit ) Betten
- 4 ICU ( Intensive Care Unit) Betten

- Ambulante Frequenzen: ca.15.000
- Stationäre Aufnahmen ca. 4.000

Eingriffe im Jahr 2018 :
- ca. 2.400 Koronarangiographien
- ca. 1.000 perkutane Interventionen

Experten gehen von ca. 150-200 Herzinfarkten pro 100.000 Personen aus.

In Vorarlberg zählen wir ca. 1.000 Schlaganfälle und ca. 650 Herzinfarkte pro Jahr.

Dank der medizinischen Fortschritte konnte die Sterblichkeit beim Schlaganfall in Österreich zwischen 1993 und 2014 von 40 auf 16% gesenkt werden.

Unser Herz schlägt in der Minute 70-mal. 100.000-mal am Tag. 3 Millionen Schläge im Monat, 36 Millionen-mal im Jahr. Bei so einem Leistungsbedarf hat die kleinste Schwäche dramatische Folgen.

Neue OP-Methode am Herzen möglich

Am akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch kann nun mittels Herzkathertechnik das Foramen ovale künstlich verschlossen werden.

PFO steht für „Persistierendes Foramen ovale“. Dabei handelt es sich um ein Loch in der Herzscheidewand zwischen dem rechten und linken Vorhof.

Ist dieses PFO beim Patienten alleinverantwortlich für z.B. einen abgelaufenen Schlaganfall oder besteht durch ein nachgewiesenes PFO ein relativ erhöhtes Schlaganfallrisiko, so gibt es von nun an am LKH Feldkirch die Möglichkeit diese Öffnung künstlich zu schließen.

„Aufgrund der Experten, der guten Infrastruktur und einer besseren Datenlage kann dieser minimal invasive Eingriff nun wohnortnah im Herzkatheterlabor am LKH Feldkirch durchgeführt werden“, erklärt Primar Frick.

 team frick
Das Team rund um Primar Frick

PFO-Bord: Experten entscheiden

Wird bei einem Schlaganfallpatienten im Rahmen der Abklärung auf der Stroke Unit ein PFO festgestellt und liegen sonst keine Risikofaktoren für diesen Schlaganfall vor, berät man im Rahmen des PFO-Bord des LKH Feldkirch, ob der Verschluss des PFO eine geeignete Therapieoption zur Rezidiv-Prophylaxe ist.

Amplatzer Septal Occuluder
Das Implantat, Amplatzer Septal Occuluder.

Das PFO-Bord ist ein Zusammenschluss von Experten aus den Fachbereichen der Kardiologie und Neurologie, die den Nutzen dieses Eingriffes für jeden Patienten einzeln analysieren. Den Patienten wird im Anschluss an die Besprechung das Ergebnis mitgeteilt und die Katheterbehandlung gegebenenfalls eingeleitet.

Der Nutzen einer solchen interventionellen Therapie konnte in bestimmten Fällen zweifelsfrei nachgewiesen werden. In manchen Fällen steht das persistierende Foramen ovale im Verdacht, Auslöser für einen Schlaganfall zu sein. Eine im Bereich der Beinvenen auftretende Thrombose wird in Richtung Herzen verschleppt, gelangt durch das kleine Loch hindurch vom rechten in den linken Vorhof, wird von dort in die Gehirngefäße gespült und verursacht einen Schlaganfall.

Meist betrifft das relativ junge Menschen. Liegt bei diesen Schlaganfällen keine andere Ursache, als das gefundene PFO vor, zeigt die neue Studienlage, dass ein Verschließen der Öffnung im Herzen ein effektiver Ansatz ist, um erneuten Schlaganfällen vorzubeugen.

Franz Schiefer


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