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Am 24. Mai traf sich eine kleine, interessierte Gruppe aus unserem HLuTX-Verband im VEDA VITAL, einem Institut für Ayurveda und Yoga in Wien-Hietzing. Pamela-Rani Schmidt, ihres Zeichens seit 2008 Yogalehrerin und auf Grund einer Lungenhochdruckerkrankung seit 2010 selbst lungentransplantiert, gab uns eine feine, supersanfte Yoga-Schnupperstunde - speziell abgestimmt auf Menschen nach einer Lungentransplantation.

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Wir waren alle auf unsere Yogalehrerin gespannt, die die Strapazen einer Krankheitsbewältigung nicht nur aus dem Lehrbuch kennt, sondern selbst durchlebt und ausgestanden hat - so wie wir sechs KursteilnehmerInnen auch. Vor allem Mediation und yogische Geisteshaltung halfen ihr durch diese schwere Zeit vor und nach der Transplantation, lässt sie uns später wissen. Da stand sie nun vor uns: Eine junge, fitte, gescheite und vitale Frau - darüber hinaus von beweglicher und gedehnter, schlanker Statur - die uns genauso neugierig beäugte wie wir sie. Der Yoga-Schnuppertrip konnte beginnen!

Ranis Credo lautet: "Erfolg durch Harmonie!" Der Inhalt ihrer Yogakurse besteht in der Regel aus den Yoga-Asanas (Körperübungen), die den Körper kräftigen und dehnen, den Pranayama (Atemübungen), die helfen Stress zu reduzieren, der Meditation und der Yoga-Philosophie und den beliebten Entspannungssequenzen, die Rani gerne mit Klangschalen begleitet.

Rani bot uns Neulingen auf diesem Gebiet eine therapeutische Yogaeinheit an. Es durften natürlich weder die bequeme Turnhose, die Yogamatte, das Meditationssitzkissen, die Yogadecke noch die Yogablöcke fehlen!

Wir wurden eingeladen, unsere müden Gelenke und unseren belasteten Brustkorb sanft zu dehnen, die verspannte Partie des Schultergürtels und die schweren Arme ein wenig mit unserem Eigengewicht zu kräftigen und den Yoga-Atem auszuprobieren. Der Yoga-Atem besteht aus einer dreiteiligen Wellenatmung, die sich für uns Einsteigerinnen sehr ungewöhnlich angefühlt und angehört hat. Anstrengend war der herabschauende Hund, das ist eine Übung, die den ganzen Körper dehnt und stärkt: Arme, Rücken, Beine, Bauch. Eine klassische Yogaübung, die man in allen Yogarichtungen findet, die den Körper stärken und die Energien im Körper wieder zum Fließen bringen soll. Besonders bei dieser Übung brauchten wir Ranis Unterstützung für die richtige Ausführung. Gegen Ende der Schnupperstunde übten wir - sanft und bewusst ausgeführt – die ersten Haltungen des Sonnengrußes (12 gibt's nämlich). Surya Namaskar, so heißt das Sonnengruß auf Sanskrit, ist eine fließende Abfolge von Bewegungen die mit der Atmung verbunden werden. Er dient vor allem zum Aufwärmen vor jeder Yogastunde.

Zum Abschluss kamen wir in den Genuss einer Entspannungsübung: Yoga Nidra, ein Entspannungsschlaf in Begleitung von zwei Klangschalen, die von Pamela-Rani dezent angeschlagen wurden und unsere Entspannung vertiefen sollte, wir nahmen eine Yin-Yoga Position ein, bei der der Brustkorb passiv geöffnet wird. Eine ungewöhnliche Stellung, aber unendlich entspannend und beruhigend! Wir verabschiedeten uns klassisch sitzend im Yogasitz und dem OM, dem Klang des Unendlichen und Pamela-Rani sprach dazu ein Mantra.

Rani schreibt auf ihrer Homepage: "Das Ziel meines Yogaunterrichts ist es, den eigenen Körper wieder zu spüren und wahrzunehmen und so mehr Achtsamkeit zu entwickeln. Über die Bewegung des Körpers mit Atem- und Körperübungen lernen wir uns selbst besser kennen. In den Yogastunden werden sanfte und dynamische Sequenzen geübt, die Körperübungen (= Asanas) statisch gehalten und auch fließend miteinander verbunden. Wichtig ist, die Freude an der Bewegung wieder zu finden und mit Yoga einen Weg zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu gehen."

Wir ließen den gelungenen Abend im Café Dommayer entspannt ausklingen.

Ein großes Dankeschön an Gerti Gundinger für die sportliche und interessante Aktivität und die gewohnt gute Organisation des Treffens!

Ein herzliches NAMASTE an Pamela-Rani Schmidt!

Astrid Fink (Wien, 06.06.2016)