Unser Gesundheitssystem hatte im Herbst 2019 schon sehr viele Probleme mit der Beschaffung / Bestellung der Impfdosen für Risikopatienten zwecks Grippe Impfung.

 

Auf Grund dessen haben wir über den Bundesverband

(Bvshoe - Bundesverband Selbsthilfe Österreich) eine Arbeitsgruppe „Department TX“ gegründet.

 

Angelika Widhalm als Vorsitzende der Hepatitis Hilfe Österreich

Herr Rudolf Brettbacher, Obmann der Arge-Niere Österreich

Herr Roland Schenk, Obmann des Dachverbandes der Herz-Lungentransplantierten Österreich.

  

Um dieses Problem für die anstehenden Covid 19 Impfungen für Risikopatienten nicht wieder zu bekommen, haben wir einen Brief an Hr. Minister Anschober geschrieben.

 

Wir stehen in Kontakt mit den Transplant Organisationen wie die Impfungen in naher Zukunft (wann und wo) durchgeführt werden.

 

Sobald wir mehr erfahren, ist es hier auf der Homepage nachzulesen oder wir scheiben euch an.

 

Für den Vorstand.


Bleibt Gesund

 

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister Rudolf Anschober

Als Vorsitzende des Bundesverbandes Selbsthilfe Österreich (BVSHOE), erlaube ich mir, Sie davon in Kenntnis zu setzen, dass wir innerhalb des Bundesverbandes seit heute ein „Department Organtransplantation (Departement TX)“ gegründet haben, wo nahezu alle Transplantorgane vertreten sind. Die Vertreter sind konkret 3 Personen, Herr Rudolf Brettbacher, Obmann der Arge-Niere Österreich, Herr Roland Schenk, Obmann des Dachverbandes der Herz-Lungentransplantierten Österreichs und ich selbst, Angelika Widhalm als Vorsitzende der Hepatitis Hilfe Österreich – Plattform Gesunde Leber inklusive Lebertransplantierte, ich bin selbst seit 12 Jahren lebertransplantiert. Ich selbst vertrete seit vielen Jahren in Brüssel und in anderen internationalen Transplantorganisationen Österreich.Die wesentlichen Ziele des Departments TX im BVSHOE sind die bessere Implementierung der Patientenorganisationsvertreter in das Gesundheitssystem in Österreich, die Einbringung und Vertretung der Interessen und Probleme im Bereich TX in Österreich und vor allem intensivere Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium.

Die Liste der anstehenden Probleme im Bereich TX ist sehr lang, angefangen von der seit Jahren ungeklärten Situation der Einstufungsproblematik im Behindertenbereiche und des Parkausweises wegen wesentlich erhöhter Gefahr an Infektionen im öffentlichen Verkehr. Früher stellten sie kein Problem dar, jedoch seit ca. 10 Jahren werden wegen Nichtgenehmigung die PatientInnen diskriminiert. Seit Covid 19 ist endgültig klar, dass TX-PatientInnen und immunsupprimierte PatientInnen zu den Hochrisikogruppen gehören, was den Tatsachen entspricht und besonders schützenswert sind.

Wir setzen Sie, sehr geehrter Herr Bundesminister Anschober auch höflichst in Kenntnis, dass im Bereich der Organtransplantierten und immunsupprimierten Patienten große Unsicherheit und Besorgnis in Bezug auf die Impfung gegen Covid 19 herrscht. Wir berufen uns auf die Impfempfehlung vom 14.12.2020 wie in der u.a. Liste angeführt, sollen diese gleich am Anfang im 2. Bereichstermin der Impfungen drankommen. Doch bisher erhalten die Patientinnen keine Informationen. Bisher weiss niemand, was wie organisiert wird oder wann und wo ein Organtransplantierter oder Immunsupprimierter geimpft wird. Einige Transplantzentren haben sich bereit erklärt, ihre Patientinnen in den Nachsorgezentren zu impfen, doch es fehlen noch die entsprechenden Vorgaben bzw. Entscheidungen. Aus Erfahrung wissen wir, dass es gerade in den Nachsorgezentren bei zusätzlich anfallender Arbeit oft zu massiven Engpässen führt, weil die Nachsorgezentren komplett überfordert sind und extrem an Personalmangel leiden. Es können die wichtigen Nachsorgeuntersuchungen nicht mehr wirklich in der Qualität durchgeführt werden, wie es sein sollte. Dies bedeutet eine ungeheure Unsicherheit bis hin zur Lebensbedrohung, wenn die Nachsorgezentren nicht bestens organisiert sind. Es gibt hier sehr gute aber auch leider sehr verbesserungswürdige Beispiele. Über Details würden wir Sie gerne persönlich oder auch über Nachfrage bei uns informieren. Wir können uns das in Österreich einfach nicht leisten, weil doch Österreich an der Spitze Europas in Organisation und Durchführung der Organtransplantation liegt und international und national sehr angesehen ist. Bei der Nachsorge sieht die Situation leider oft nicht so gut im Vergleich mit anderen Ländern aus!

Zur Erinnerung erlauben wir uns, Ihnen den Abschnitt aus den Impfempfehlungen vom 14.12.2020 zu kopieren, worauf wir hier ausdrücklich hinweisen, dass Immunsupprimierte den Organtransplantierten gleichzustellen sind und nicht hintan gereiht gehören, wie es in den Empfehlungen der Fall ist. Bei all diesen Patientinnen besteht eine sehr hohe Gefahr der Infektionsanfälligkeit und sie dürfen keinen Lebendimpfstoff erhalten (Astra Zeneca).!!!!!

Tabelle 1 Vorerkrankungen oder körperliche Gegebenheiten mit Risiko für schweren Verlauf von COVID19 -Vorerkrankungen oder körperliche Gegebenheiten mit besonders hohem Risiko1

Trisomie 21

Organtransplantierte

Personen mit Demenz, geistigen oder körperlichen Behinderungen in Betreuungseinrichtungen

Vorerkrankungen oder körperliche Gegebenheiten mit erhöhtem Risiko2

Personen mit Demenz oder geistigen Behinderungen außerhalb von Betreuungseinrichtungen

Personen mit körperlichen Behinderungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 zur Folge haben

Adipositas (BMI >30)

Chronische Hämodialyse

Chronische Nierenerkrankung

Chronische Lebererkrankung

Immundefizienz

Diabetes Mellitus

Arrhythmie/Vorhofflimmern

HIV-Infektion

Koronare Herzkrankheit

Herzinsuffizienz

Zerebrovaskuläre Erkrankungen/Apoplex

Autoimmunerkrankungen

Chronisch obstruktive Lungenkrankheit

Krebserkrankungen

Arterielle Hypertonie

Rheumatische Erkrankungen

Asthma bronchiale

 

Wir stehen gerne für Zusammenarbeit und Auskünfte zur Verfügung. Dies wäre für uns partizipative Patientenbeteiligung am Gesundheitssystem, wie von Ihnen immer wieder befürwortet.

 

Wir würden uns über gute Zusammenarbeit sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Angelika Widhalm

Vorsitzende   

Rudolf Brettbacher und Roland Schenk

Departement TX im BVSHOE

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
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