18. und 19. Oktober 2019

sz1810

Die Süddeutsche Zeitung berichtete am 18.10.2019 über einen "Skandal" am AKH Wien. EIne griechische Patientin habe innerhalb von 4 Stunden, also ganz ohne Wartezeit eine Lunge erhalten.

Die Vorwürfe konnten mittlerweile entkräftet und weitgehen widerlegt werden.

Am 19.10.2019 wurde folgende Pressemeldung von uns veröffentlicht:

Pressemeldung

Zur Organverteilung in Österreich

 Der Österreichische Verband der Herz- und Lungentransplantierten vertritt derzeit ca. 150 lungentransplantierte Menschen. Als Obmann dieser Gruppe sehe ich mich dadurch legitimiert im Namen dieser Menschen und aller lungentransplantierten Personen in Österreich Stellung zu nehmen zu den aktuellen Medienberichten.

Heute wurde in unserer WatsApp-Gruppe heftig diskutiert zu diesen Medienberichten. Der Tenor unter unseren Mitgliedern ist vollstes Vertrauen Univ.Prof. Klepetko und dem gesamten Team des Universitätsklinikum Wien und des Wiener AKH gegenüber.

Unsere PatientInnen haben sehr großes Vertrauen in den korrekten Umgang mit den Spenderorganen und deren Verteilung an die Empfänger. Die Versorgungssicherheit der österreichischen PatientInnen ist ausgezeichnet. Dies wird unterstrichen durch die niedrige Sterberate von 1,3 Prozent.

In besonderer Weise haben die Kooperationen mit den osteuropäischen Ländern zur Versorgungssicherheit beigetragen. Zahlreichen Menschen in Österreich wurde dadurch die Möglichkeit auf weitere schöne Lebensjahre gegeben. Von unseren Mitgliedern habe ich nie gehört, dass sie sich durch diese Kooperationen benachteilig fühlen würden.
Unsere Mitglieder unterstützen es auch Menschen von benachbarten Ländern in vernünftigem Ausmaß eine Chance zu geben und durch den Aufbau neuer Zentren in diesen Ländern dauerhafte Möglichkeiten zu schaffen.

PatientInnen die erfahren eine Lungentransplantation zu benötigen, stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Sie selbst müssen, neben den Ärzten, die Entscheidung für eine Transplantation treffen. Die Fragen die einen beschäftigen sind vielfältig, wichtig ist diesen Menschen unter anderem auch die Sicherheit bei der Hirntotfeststellung, der Gedanke an die verstorbenen SpenderInnen und auch der sorgfältige Umgang bei der Organverteilung.
Diesen sorgfältigen Umgang bei der Organverteilung empfinden wir in Österreich als gesichert.
In unseren Reihen gibt es mehrere Personen die innerhalb weniger Stunden ein passendes Organ erhalten haben.
Die Möglichkeit aus diesem Umstand eine Unstimmigkeit bei der Verteilung festzumachen empfinde ich daher als unredlich.

Wir haben nicht den Eindruck, dass unsere betreuenden Mediziner sich besondere finanzielle Vorteile erwarten. Schon oft haben sich PatientInnen überrascht gezeigt vom großen persönlichen Einsatz unserer behandelnden Ärzte und ein Interesse sich an dieser Arbeit persönlich zu bereichern war nicht spürbar.

Auch ich selbst bin seit 15 Jahren lungentransplantiert und die Entscheidung zu diesem Eingriff wäre mir schwergefallen, wenn mein Vertrauen in die Fähigkeiten der Ärzte und den ordnungsgemäßen Umgang bei der Organverteilung nicht so hoch wäre.

Ich spreche daher den handelnden Personen in der Organentnahme, der Organverteilung und der Aufsicht darüber im Namen unserer Mitglieder das Vertrauen aus.

Thomas Tost, Obmann

Kontakt

Österreichischer Verband der
Herz- und Lungentransplantierten

Obere Augartenstraße 26-28/II/1.09
1020 Wien

Telefon: +43 (0)1 5328769
E-Mail: verband@hlutx.at

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